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Referendum in Rosport und Mompach: Ein klares Ja!
Mit über 80 Prozent sprechen die Bürger aus Rosport sich für eine Fusion aus.

Referendum in Rosport und Mompach: Ein klares Ja!

Pierre Matgé
Mit über 80 Prozent sprechen die Bürger aus Rosport sich für eine Fusion aus.
Lokales 2 Min. 24.04.2016

Referendum in Rosport und Mompach: Ein klares Ja!

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Ein besonderer Tag für die Gemeinden Rosport und Mompach: In einer Volksbefragung mussten die Bürger ihre Meinung über die geplante Fusion preisgeben. Und die Antwort fiel deutlich aus.

(nas) -  Am Sonntagvormittag mussten die Bürger der beiden Gemeinden Mompach und Rosport zur Urne schreiten. Der Grund: In einem Referendum entschieden sie darüber, ob die beiden Sauergemeinden künftig gemeinsame Wege gehen oder nicht.

Im Vorfeld wurden die Einwohner ausgiebig – u.a. anhand einer Broschüre und zweier Informationsversammlungen – über die Vorteile und Herausforderungen dieses Zusammenschlusses aufgeklärt. Fest steht, dass der Wunsch der Bürger respektiert wird, wie beide Bürgermeister im Gespräch mit dem „Luxemburger Wort“ betont hatten. Kurz: Sind sie gegen den Zusammenschluss, wird die Fusion nicht geführt. Sind sie dafür, werden die nächsten Schritte vorbereitet.

Und die Antwort fiel deutlich aus: In der Gemeinde Rosport sind 80,07 Prozent der Einwohner für die Zusammenlegung der beiden Gemeinden; in der Gemeinde Mompach sind 65,18 Prozent dafür.

"Dies ist ein guter Tag für beide Gemeinden", sagt der Rosporter Bürgermeister Romain Osweiler im Gespräch mit dem "Luxemburger Wort".  Mit diesem eindeutigen Resultat habe er nicht gerechnet. Aber es sei ein sehr starker Ausdruck der Bürger. "Wir müssen unserer Verantwortung nun gerecht werden und unsere Aufgaben erfüllen, damit wir für die Zukunft gerüstet sind", sagt Osweiler weiter.

Auch der Bürgermeister der Gemeinde Mompach, Josy Schoellen, zeigt sich zufrieden mit dem Resultat. "Die Zahlen zeugen davon, dass wir mit Rosport den richtigen Partner gewählt haben", unterstreicht er. Eine große Genugtuung sei es zudem, dass über 80 Prozent der Bürger der Nachbargemeinde sich für die Zusammenlegung mit Mompach ausgeprochen hätten.

Sowohl Romain Osweiler als auch Josy Schoellen unterstreichen, dass man die Identität beider Gemeinden erhalten wolle. "Wir sind Partner auf gleicher Augenhöhe", erklärt Osweiler.

Fusionsgemeinderat wird im Oktober 2017 gewählt

In den kommenden Monaten werden nun die nächsten Schritte getan. Bis Ende dieses Jahres sollen das „Projet de convention“ und das diesbezügliche Gesetzesprojekt auf den Instanzenweg gebracht werden. Anlässlich der Kommunalwahlen im Oktober 2017 wird der Fusionsgemeinderat  gewählt. Die Wahl erfolgt zu diesem Zeitpunkt noch nach dem Majorzsystem.

Die Fusion soll zum 1. Januar 2018 – nach den Gemeindewahlen – offiziell in Kraft treten. Nach der Übergangsphase von sechs Jahren werden die Bürger der Fusionsgemeinde Rosport-Mompach einen Gemeinderat mit elf Personen nach dem Proporzsystem wählen, da die Einwohnerzahl mit über 3.500 Einwohnern die Grenze von 3.000 Bürgern überschreitet.


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