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Rauchverbot? Kein Problem!
Lokales 1 08.04.2014

Rauchverbot? Kein Problem!

Lokales 1 08.04.2014

Rauchverbot? Kein Problem!

Drei Monate nach der Einführung des Rauchverbots in Luxemburger Bars und Cafés beklagt der Gaststättenverband Horesca Verluste im Sektor. Doch was sagen die Kunden? Wort.lu hat nachgefragt.

(CS) - Es weht ein frischer Wind in Luxemburg – genauer gesagt in Bars, Cafés und Diskotheken im ganzen Land. Knapp drei Monate nach der Einführung eines generellen Rauchverbots scheinen sich die Kunden, zumindest in der Hauptstadt, mit dem neuen Gesetz abgefunden zu haben.

Wort.lu hat an einem Freitagabend nachgefragt: Sowohl Raucher als auch Nichtraucher sprachen sich für das Rauchverbot aus. Ein Hauptargument fiel dabei immer wieder – man stinkt nicht mehr nach Zigarettenrauch, wenn man nach einem Abend mit Freunden nach Hause kommt.

Das milde Wetter der vergangenen Wochen mag auch eine Rolle dabei spielen, dass viele Raucher ihren Frieden mit dem Rauchverbot geschlossen zu haben scheinen. Bei Minusgraden oder Platzregen wäre das Feedback sicherlich anders ausgefallen.

Gemütliches Beisammensein - vor der Tür

Doch es gab auch kritische Stimmen. So wurde zum Beispiel bemängelt, dass sich Raucher und Nichtraucher im Laufe des Abends trennen und das gemütliche Beisammensein meist nur noch vor der Tür stattfindet.

Etwas Nostalgie schwang am Abend auch mit. Sich in der Lieblingsbar mit einer Tasse Café oder einem Glas Bier und einer Zigarette niederzulassen – das geht jetzt nicht mehr.

Oder vielleicht doch? Die Horesca bestätigte auf Anfrage, dass eine immer größer werdende Anzahl an Cafés ein sogenanntes „Fumoirs“ plant –  abgetrennte Raucherkabinen, in denen es keinen Bedienungsservice mehr geben darf. Eine genaue Zahl wurde allerdings nicht genannt.

Für die Eigentümer ist indessen nicht alles schlecht. Wo auf der einen Seite rauchende Kunden wegfallen, kommen auf der anderen Nichtraucher dazu, die das neue Gesetz zu schätzen wissen, so Ray Hickey, Eigentümer des "Urban". Außerdem könne die Küche abends länger offen bleiben.

Besonders bei kleinen Gaststätten habe das Rauchverbot aber eine wahre Existenzangst ausgelöst, so die Horesca bei einer Pressekonferenz im März, durch Umsatzeinbußen von bis zu 25 Prozent.

Das Rauchverbot wird also sicherlich auch weiterhin für Diskussionsstoff sorgen.


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