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Radargeräte: 600 Autofahrer nach sechs Stunden geblitzt
Lokales 2 2 Min. 16.03.2016

Radargeräte: 600 Autofahrer nach sechs Stunden geblitzt

Das Radargerät auf der A4 zählte am Mittwoch zu den aktivsten.

Radargeräte: 600 Autofahrer nach sechs Stunden geblitzt

Das Radargerät auf der A4 zählte am Mittwoch zu den aktivsten.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 2 Min. 16.03.2016

Radargeräte: 600 Autofahrer nach sechs Stunden geblitzt

Kevin WAMMER
Kevin WAMMER
Am ersten Tag der Radar-Offensive wurden gleich 600 Autofahrer in nur sechs Stunden geblitzt. Die aktivsten Radargeräte standen am Ende der A4 und beim „Echangeur“ in Schieren.

(kw) - Mittwochmorgen, 9 Uhr auf den luxemburgischen Straßen. Nacheinander werden die ersten zehn Radargeräte in Betrieb genommen. Ganz unproblematisch verläuft der Start jedoch nicht. 

Eine Radarfalle machte aber kurz Probleme. Eigentlich stand das Radargerät in Schlammesté ursprünglich auf Platz 3 der zehn Blitzer, die am Mittwoch ab 9 Uhr nacheinander in den Betrieb gehen sollten. Wie sich aber herausstellte, war es nicht möglich, das Gerät per Knopfdruck aus der Ferne einzuschalten. Aus diesem Grund musste ein Techniker vor Ort die Radarfalle per Hand starten. Durch die Verzögerung wurde das Gerät dann an achter Stelle in Betrieb genommen. 

Das Radargerät auf der N 11 zwischen Waldhof und Gonderingen funktioniert wiederum einwandfrei. Wie Polizeisprecher Frank Stoltz nämlich erklärte, wurde der erste Autofahrer auf dieser Strecke geblitzt. Bis 15 Uhr zählte die Polizei insgesamt 600 Verkehrsteilnehmer, die von den fixen Radarfallen erfasst wurden: „Wir haben am ersten Tag nicht mit einer solch hohen Zahl gerechnet,“ so Stoltz. Am aktivsten seien die Blitzer beim Kreisverkehr in Merl am Ende der A 4 und beim „Echangeur“ in Schieren gewesen. 

Die hohe Zahl erstaunt, vor allem weil nicht alle Blitzer um Punkt 9 Uhr aktiv waren. Das letzte Radargerät ging erst gegen Mittag in den Betrieb. „Und dennoch wurden so viele Fahrer geblitzt“, meint Stoltz. Der Großteil der Strafzettel wurde bereits am Mittwochabend abgeschickt. 

Positive Resonanz 

Die meisten Autofahrer zeigten sich im Gespräch mit dem „Luxemburger Wort“ den Radargeräten wohlgesinnt. Immerhin leisten die Blitzer einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf den luxemburgischen Straßen, so der allgemeine Tenor. Die exakte Position der fest installierten Radargeräte sorgt derzeit aber noch für Diskussionsstoff.

So mancher Gesprächspartner fragte sich auch, ob die Messgeräte langfristig für Besserung sorgen werden, oder ob die Autofahrer nur kurz vor dem Radargerät abbremsen, um dann wieder zu beschleunigen. Ob dies nun tatsächlich auch der Fall sein wird, wird sich erst mit der Zeit herausstellen. „Wir werden erst in einigen Monaten eine erste Bilanz ziehen können,“ meint Frank Stoltz. 

Mobile Geräte noch im Test

Frank Stoltz erklärte außerdem, dass nur die fixen Radargeräte am Mittwoch in Betrieb waren. Die sechs mobilen Blitzer wurden nur zu Übungszwecken von der Verkehrspolizei eingesetzt. Die Beamten sollten sich erst noch mit der Technik vertraut machen, bevor sie eingesetzt wird. In den kommenden Tagen dürfte es aber so weit sein.




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