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Radarfallen : Die App, dein Freund und Helfer
Lokales 2 Min. 03.03.2016

Radarfallen : Die App, dein Freund und Helfer

Die Testphase für die ersten Radargeräte ist vorbei: Ab dem 16. März wird es ernst.

Radarfallen : Die App, dein Freund und Helfer

Die Testphase für die ersten Radargeräte ist vorbei: Ab dem 16. März wird es ernst.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 03.03.2016

Radarfallen : Die App, dein Freund und Helfer

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Immer mehr Autofahrer greifen auf Warn-Apps und Facebook zurück, um zu erfahren, wo geblitzt wird. Doch wie sieht die rechtliche Lage aus und was sagt das Transportministerium dazu?

(ml) - Applikationen für das Smartphone gibt es in Hülle und Fülle. Neuerdings dringen immer mehr Blitzer-Apps auf den Markt. Sie warnen vor festen und mobilen Blitzern und sollen vor Bußgeldern schützen.

"Luxspeed", "Luxradar", "Road.App" - hinter diesen Namen stecken Smartphone-Apps, die auf Radarfallen der Luxemburger Polizei hinweisen. Wer sie nutzt, braucht hierzulande keine Geldstrafen zu befürchten - vorausgesetzt, der Fahrer benutzt das Handy nicht hinter dem Steuer.

"Die Nutzung der Warn-Applikationen via Smartphone ist in Luxemburg völlig legal", sagte Justizsprecher Henri Eippers dem "Luxemburger Wort". Er verweist dabei auf ein Referenzurteil, das im Mai 2011 gesprochen wurde.

Das Berufungsgericht gelangte damals zu dem Schluss, dass Radarmelder, im Gegensatz zu Radardetektoren, erlaubt sind. Demnach darf man Menschen darüber informieren, an welchen Standorten Radargeräte stehen. Nicht zugelassen sind hingegen technische Einrichtungen, die es einem ermöglichen, Messgeräte aufzuspüren oder sogar funktionsuntüchtig zu machen.

Blitzer-App wird nicht verboten

Das Transportministerium zieht derzeit nicht in Erwägung, die Radarwarnung auf dem Smartphone zu verbieten, bestätigt Sprecherin Dany Frank: "Wir wollen lediglich erreichen, dass die Menschen die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht überschreiten." Keineswegs gehe es darum, die Bürger aus Spaß zu blitzen. Deshalb würden Verkehrsschilder auf die fest installierten Radaranlagen hinweisen, so Frank. Auf die mobilen Radaranlagen trifft dies jedoch nicht zu.

Experten zufolge wäre es für die Polizei fast unmöglich, die Nutzer von Warn-Apps zu erwischen. Falls ein Polizist bemerkt, dass ein Fahrer sein Mobiltelefon während der Fahrt benutzt, wird dieser ihm nicht sagen, dass er dies tat, um Radargeräte zu lokalisieren.

Haft- und Geldstrafen bei Radardetektoren

Auch wenn die Blitzer-App legal ist, birgt sie dennoch eine Gefahr. Die App muss ständig mit dem GPS-System in Verbindung stehen. Da die Software eine ununterbrochene Internetverbindung benötigt, können zusätzliche Kosten auf den Handy-Besitzer zukommen. Außerdem warnen Experten davor, den Apps blind zu vertrauen, da sie nicht immer wirksam seien.

Im Gegensatz zu den Warn-Apps sind Radardetektoren illegal. Die Nutzung von elektronischen Geräten, die die Wellen von Radaranlagen erfassen und sogar in verschiedenen Fällen außer Betrieb setzen, ist strafbar. Lässt man sich erwischen, riskiert man mit bis zu acht Tage Haft und/oder eine Geldstrafe zwischen 251 und 5.000 Euro zu bekommen, betont Frank Stoltz, beigeordneter Pressesprecher der Polizei.

Facebook-Gruppe mit 27.000 Mitgliedern

Um sich vor Polizeikontrollen zu schützen, greifen auch immer mehr Menschen auf die sozialen Netzwerke zurück. Die Facebook-Gruppe "Police Kontrol Luxembourg"  (PKL) zählt inzwischen mehr als 27.000 Mitglieder. Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der festen Radaranlagen ruft die Gruppe am 11. März um 19.30 Uhr zu einem groß angelegten Flashmob auf. Des Weiteren startet PKL eine App. Die Testphase von "Road.App.lu" soll demnächst abgeschlossen werden.

"Luxspeed" ist bereits jetzt verfügbar. Die userfreundliche App kann umsonst im "App Store" für iPhones heruntergeladen werden. Für Android-Nutzer wurde "Luxradar" programmiert. Beide Applikationen wurden von Studenten der Uni Luxemburg entwickelt. 

In dieser Karte sind die fest installierten Radargeräte verzeichnet:


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