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50 Prozent Flüchtlinge, 50 Prozent Sozialwohnungen
Lokales 03.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Quai Neudorf in Esch/Alzette

50 Prozent Flüchtlinge, 50 Prozent Sozialwohnungen

Neben den Modulen für Flüchtlinge sollen auch Sozialwohnungen am Quai Neudorf entstehen.
Quai Neudorf in Esch/Alzette

50 Prozent Flüchtlinge, 50 Prozent Sozialwohnungen

Neben den Modulen für Flüchtlinge sollen auch Sozialwohnungen am Quai Neudorf entstehen.
Foto: Guy Jallay
Lokales 03.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Quai Neudorf in Esch/Alzette

50 Prozent Flüchtlinge, 50 Prozent Sozialwohnungen

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Das Areal am Quai Neudorf soll in zwei geteilt werden. Neben der Flüchtlingsstruktur sollen im Escher Quai Neudorf auch Sozialwohnungen entstehen. Dies war am Freitagmorgen im Escher Rathaus zu erfahren.

(na) - Nicht nur Module für Flüchtlinge, sondern auch soziale Wohnungen sollen am Escher Quai Neudorf entstehen. Beide Projekte sollen mehr oder weniger parallel vorangetrieben werden - das war gestern am Rande einer technischen und nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzung zu erfahren.

Auch wenn, aus technischen Gründen, die Containermodule wahrscheinlich eher fertiggestellt sein werden.

Containermodule nicht vor 2018

Laut aktuellem Wissensstand könnte Anfang 2018 mit der Errichtung der Containermodule für die Flüchtlinge begonnen werden. Dies bei einer Bauzeit von etwa neun Monaten. Bereits in der letzten Gemeinderatssitzung hatte Bürgermeisterin Vera Spautz (LSAP) angekündigt, dass die Aufnahmekapazität des Flüchtlingsheims,  die Anfangs bei 300 angedacht wurde, halbiert werde.

Fifty-fifty 

Der Platz der dadurch gewonnen werde, könne für Sozialwohnungen benutzt werden. So werde das Areal etwa in zwei geteilt: 50 Prozente für Flüchtlinge und 50 Prozent für weniger bemittelte. Laut LW-Informationen ging am Freitag die Rede von etwa 30 Sozialwohnungen die dort entstehen könnten.

Nicht nur für Flüchtlinge, auch für Einheimische

Damit soll der Kritik, es wurde sich nur um Flüchtlinge gekümmert und nicht um Einheimische die im Bedarf seien, Luft aus den Segeln genommen, hieß es hinter vorgehaltener Hand.

Gemeinde behält Mitspracherecht

Innenminister Dan Kersch erklärte nach der Sitzung, dass die beiden Projekte jeweils über ein PAP (Teilbebauungsplan) realisiert werden. Anders als beim POS ("plan d'occupation des sols"), wie sie zum Beispiel für die Containerdörfer in Mamer oder Steinfort angewendet werden, wird der Escher Gemeinderat demnach über das Projekt abstimmen müssen.

Parkplatz könnte erhalten bleiben

Derzeit gebe es noch keine konkreten Pläne, erklärte Bürgermeisterin Vera Spautz nach der Sitzung. Es sehe aber weiterhin danach als, ob der Parkplatz beim Quai Neudorf erhalten bleiben werde.

Pläne müssten nun erarbeitet werden und das Gespräch weiterhin mit dem lokalen Interessenverein geführt werden. Dass man Wert auf Dialog setze unterstrich auch Schöffe Martin Kox (Déi Gréng): "Es wird nichts gemacht, was vorher nicht vorgestellt wurde".



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