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Prozess um tödlichen Unfall auf A13 unterbrochen
Lokales 2 Min. 13.11.2019

Prozess um tödlichen Unfall auf A13 unterbrochen

Fünf Wagen waren am 31. Oktober 2014 kollidiert. Ein Mann verstarb noch an der Unfallstelle.

Prozess um tödlichen Unfall auf A13 unterbrochen

Fünf Wagen waren am 31. Oktober 2014 kollidiert. Ein Mann verstarb noch an der Unfallstelle.
Foto: Polizei
Lokales 2 Min. 13.11.2019

Prozess um tödlichen Unfall auf A13 unterbrochen

Das Verfahren um einen tödlichen Unfall im Oktober 2014 wurde am Mittwoch unterbrochen. Im Januar sollen noch einmal Gutachter gehört werden, um weitere Klarheit über den Unfallverlauf zu bekommen.

(SH) - Mehr als fünf Jahre sind seit dem tödlichen Unfall auf der A13 zwischen Altwies und Frisingen vergangen. Ein Prozess vor dem Bezirksgericht Luxemburg soll Klarheit in die Schuldfrage, aber auch in den Ablauf des Unfalls bringen.

Dies ist nicht nur für die Angehörigen des Verstorbenen wichtig, um einen Abschluss zu finden, sondern auch für jene drei Fahrer, die bei der Kollision jeweils schwer verletzt wurden, nun jedoch auf der Anklagebank sitzen. Ihnen ist vor Gericht deutlich anzusehen, wie nah ihnen der Vorfall auch fünf Jahre später noch geht. Sie leiden nicht nur körperlich – einer der Männer, am Tag des Unfalls gerade einmal 20 Jahre alt, ist seitdem an den Rollstuhl gefesselt, ein weiterer hat eine starke Gehbehinderung, auch weil er gleich nach dem Unfall im Krankenhaus einen Schlaganfall erlitten hatte – sondern auch psychisch.

Drei Experten, zwei Meinungen

Sie alle müssen sich aber nun bis Januar gedulden. Denn das Verfahren, das am Mittwoch eigentlich hätte abgeschlossen werden sollen, wurde unterbrochen. Die Verteidiger hatten sich auf ein Zusatzgutachten über das Unfallgeschehen berufen, das den Richtern nicht vorlag. Dieses Zusatzgutachten weicht in wichtigen Punkten von jenen ab, die am ersten Verhandlungstag von zwei Experten vorgetragen wurden. Die Richter wollen nun alle drei Gutachter hören. „Der Unfall ist zu komplex. Das Gericht kann keine Entscheidung treffen, ohne zuvor die Gutachter mit den Widersprüchen konfrontiert zu haben“, erklärte der vorsitzende Richter.


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Bei einem Unfall auf der A13 war am 31. Oktober 2014 eine Person gestorben. Drei an der Kollision beteiligte Fahrer müssen sich nun vor Gericht verantworten.

Den ersten Gutachtern zufolge soll sich die Kollision, in die insgesamt fünf Fahrzeuge verwickelt waren, in drei Phasen abgespielt haben. So hatte zunächst der Fahrer eines VW aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Die Fahrer eines Fiat sowie eines Audi prallten zeitlich versetzt jeweils gegen die bereits zuvor verunfallten Wagen und lösten Kettenreaktionen aus.

Klar ist unterdessen, dass es am frühen Morgen des 31. Oktober 2014 Nebel gab und die Sicht schlecht war. Und dass für jenen Mann, der auf dem Rücksitz des Fiat Platz genommen hatte, die Wiederbelebungsmaßnahmen zu spät kamen. 


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Ein Gerichtsmediziner sprach von einem Polytrauma, das zum Tod geführt habe. Er betonte zudem, dass das Verletzungsbild darauf hindeute, dass der Mann beim ersten Unfall angeschnallt war und zum Zeitpunkt der letzten Kollision noch gelebt haben muss. Erst in der Folge dieses letzten Aufpralls soll er gestorben sein.

Die Verhandlung soll am 22. und 23. Januar fortgesetzt - und abgeschlossen - werden.

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