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Prozess um Mord an Ana Lopes vorerst ausgesetzt
Lokales 16.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Prozess um Mord an Ana Lopes vorerst ausgesetzt

An jener Stelle, wo die Vermisste in ihrem Wagen aufgefunden worden war, hatten Angehörige Blumen niedergelegt und Kerzen aufgestellt.

Prozess um Mord an Ana Lopes vorerst ausgesetzt

An jener Stelle, wo die Vermisste in ihrem Wagen aufgefunden worden war, hatten Angehörige Blumen niedergelegt und Kerzen aufgestellt.
Foto: Alain Piron/LW-Archiv
Lokales 16.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Prozess um Mord an Ana Lopes vorerst ausgesetzt

Der Prozess um den Mord an Ana Lopes wird nicht wie geplant am Dienstag fortgesetzt. Einige Experten sind nicht verfügbar.

(SH) - Der Prozess um den Mord an Ana Lopes sollte eigentlich am Dienstag fortgesetzt werden. Dem wird allerdings nicht so sein. Nachdem Ende der vergangenen Woche bereits entschieden worden war, dass vor Gericht nur noch jene Prozesse mit Strafgefangenen sowie jene, die einer Dringlichkeit unterliegen, stattfinden sollen, wurde das Verfahren um den Mord an Ana Lopes nun ebenfalls vorerst ausgesetzt. 

Wohl befindet sich der Beschuldigte Marco B., ehemaliger Freund der jungen Frau und Vater des gemeinsamen Sohnes, seit Juni 2017 in Untersuchungshaft. Da allerdings noch Experten aus dem Ausland, die nun nicht verfügbar sind, und mehrere Zeugen aussagen sollten, wurde der Termin verlegt. Wie die Pressestelle der Justiz mitteilt, sei die Entscheidung, die Fortsetzung des Verfahrens auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, zusammen mit den betroffenen Anwälten gefällt worden. 


Erinnerung an Ana Lopes am Tatort in Roussy-le-Village.
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Marco B. muss sich wegen des Mordes an Ana Lopes verantworten. Ihm wird vorgeworfen, die junge Frau in der Nacht zum 16. Januar 2017 in Bonneweg überwältigt zu haben. Er soll das Opfer dann in dessen Auto zu einem Feldweg bei Roussy-le-Village im französischen Grenzgebiet gefahren haben. Dort soll er den Wagen, in dem sich die Leiche der Frau befand abgebrannt haben. Die Ermittler fanden Spuren, die darauf hindeuten, dass Brandbeschleuniger benutzt wurde. Zwei Brandherde waren ausgemacht worden: Einer im Bereich des Fahrersitzes und einer auf dem linken Rücksitz, wo auch die Leiche der Frau gefunden worden war.

Ein neues Datum steht noch nicht fest. Geplant sind in dem Verfahren vor der Kriminalkammer drei weitere Verhandlungswochen.

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