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Prozess um Geiselnahme in Mühlenbach beginnt am Dienstag
Lokales 26.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Prozess um Geiselnahme in Mühlenbach beginnt am Dienstag

Die Täter lockten ihre Opfer in das Gebäude einer Treuhandgesellschaft in Luxemburg-Mühlenbach.

Prozess um Geiselnahme in Mühlenbach beginnt am Dienstag

Die Täter lockten ihre Opfer in das Gebäude einer Treuhandgesellschaft in Luxemburg-Mühlenbach.
Foto: Steve Remesch / LW-Archiv
Lokales 26.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Prozess um Geiselnahme in Mühlenbach beginnt am Dienstag

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Im Dezember 2012 versetzen sie ihre Opfer in Todesangst, erbeuten unter anderem teure Uhren, Autos und Bargeld. Sieben Jahre später müssen sich die mutmaßlichen Täter nun vor Gericht verantworten.

Ihre Opfer gehen durch die Hölle: Am 12. Dezember 2012 überfallen zwei bewaffnete Männer einen Geschäftsmann in seiner Wohnung in der Montée St-Crépin im Hauptstadtviertel Eich. Sie misshandeln und bedrohen ihn, binden dem Mann eine Sprengstoffweste um.

Ihre Beute – 140 000 Euro, zahlreiche Wertsachen, ein Porsche und ein BMW – genügt den Tätern nicht. Sie zwingen den Mann, Geld abzuheben und am folgenden Tag ein Treffen mit mehreren Juwelieren im Gebäude einer Treuhandgesellschaft in Luxemburg-Mühlenbach zu organisieren.

Dort fesseln und knebeln die Täter ihre Opfer, erzwingen die Herausgabe von teuren Uhren, Schmuck und anderen Wertsachen. Einen der Schmuckhändler nehmen sie als Geisel, sperren die anderen Personen in den Heizungskeller. Daraufhin fliehen die Täter nach Paris und lassen ihr Opfer dort in der Nacht zum 14. Dezember frei.


Der Tatort in Mühlenbach. Hier spielte sich der Überfall auf die Luxusuhrenhändler ab.
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Am Dienstag konnten in Spanien und  Frankreich 13 Personen festgenommen werden, die in Verbindung mit einem Raubüberfall und einer Geiselnahme stehen, die im Dezember 2012 in Luxemburg stattgefunden hatten.

Die Ermittlungen führen schnell in das Umfeld des organisierten Verbrechens. Im April 2013 kommt es dann zu mehreren Festnahmen in Spanien und Frankreich. Von Dienstag an müssen sich während elf Sitzungen vier Personen vor dem Bezirksgericht Luxemburg verantworten.

Ali A. und Redda B. werden die Überfälle und Geiselnahmen zulasten gelegt. Ihre mutmaßlichen Komplizen Mohamed F. und Daniel V. sind indes wegen Geldwäsche und Hehlerei angeklagt.


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