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Prozess nach tödlichem Unfall: Lastwagenfahrer riskiert Haftstrafe
Lokales 11.07.2017 Aus unserem online-Archiv

Prozess nach tödlichem Unfall: Lastwagenfahrer riskiert Haftstrafe

Die 73-jährige Frau erlag ihren schweren Verletzungen.

Prozess nach tödlichem Unfall: Lastwagenfahrer riskiert Haftstrafe

Die 73-jährige Frau erlag ihren schweren Verletzungen.
Foto: Polizei
Lokales 11.07.2017 Aus unserem online-Archiv

Prozess nach tödlichem Unfall: Lastwagenfahrer riskiert Haftstrafe

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Nachdem er im Dezember 2015 eine 73-jährige Frau in Wemperhardt erfasst und tödlich verletzt hatte, musste sich ein Lastwagenfahrer vor Gericht verantworten. Er riskiert eine sechsmonatige Haftstrafe.

(SH) - Am 21. Dezember 2015 endete ein Einkauf im Shoppingcenter Massen in Wemperhardt für eine 73-jährige Frau tödlich. Obwohl sie mit ihrem Einkaufswagen den Fußgängerüberweg benutzt hatte, wurde die Frau von einem Lastwagen erfasst. Noch vor Ort erlag sie ihren schweren Verletzungen.

Der Unfallfahrer musste sich am Montag vor dem Diekircher Bezirksgericht verantworten. Gleich nach dem Unfall hatte er angegeben, die Frau erst spät erblickt zu haben, auch weil es zum Zeitpunkt des Unfalls bereits angefangen hatte, dunkel zu werden. Vor den Richtern erklärte er, er habe versucht zu bremsen und die Frau zu umfahren, dies sei ihm jedoch nicht gelungen.

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft war unterdessen der Auffassung, dass der Fahrer den Unfall hätte vermeiden können. Denn er hätte das Opfer wohl erblickt, jedoch nicht abgebremst, sondern gehofft an der Frau vorbeizukommen. Er forderte eine sechsmonatige Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt werden kann, ein zweijähriges Fahrverbot, bei dem die Richter über eine mögliche Bewährung entscheiden müssen, sowie eine angemessene Geldstrafe gegen den Unfallfahrer. Die Richter werden ihr Urteil am 26. Oktober bekannt geben.

Diskussionen um Sicherheit

Überhöhte Geschwindigkeit kann unterdessen als Unfallursache ausgeschlossen werden. Er sei mit rund 25 Kilometern in der Stunde unterwegs gewesen, hatte der Fahrer den Ermittlern vor Ort erklärt. Diese Aussage konnte durch die Spurensicherung bestätigt werden. Erlaubt sind auf der N7 in Wemperhardt 70 Kilometer in der Stunde.

Nach dem Unfall war auch im Gemeinderat Weiswampach Unmut über den gefahrenreichen Straßenabschnitt mit einer hohen Anzahl an Ein-, Aus- und Zufahrten sowie einem großen Ablenkungspotenzial aufgekommen.

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