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Prozess: Mobiler Blitzer zugeparkt
Lokales 2 Min. 18.12.2019

Prozess: Mobiler Blitzer zugeparkt

Der Angeklagte hatte seinen BMW direkt hinter einen mobilen Blitzer geparkt, um diesen lahmzulegen. Nun droht ihm die Beschlagnahmung und Enteignung des Tatwerkzeugs - dem BMW.

Prozess: Mobiler Blitzer zugeparkt

Der Angeklagte hatte seinen BMW direkt hinter einen mobilen Blitzer geparkt, um diesen lahmzulegen. Nun droht ihm die Beschlagnahmung und Enteignung des Tatwerkzeugs - dem BMW.
Foto: Guy Jallay / LW-Archiv
Lokales 2 Min. 18.12.2019

Prozess: Mobiler Blitzer zugeparkt

Ein 34-jähriger Mann hat im April gezielt eine mobile Radarkontrolle behindert, indem er seinen Wagen direkt hinter ein Zivilfahrzeug der Polizei parkte. Nun forderte die Staatsanwaltschaft eine harte Strafe.

(str) - Die Polizei ärgern zu wollen, ist selten ein guter Plan. Für einen 34-jährigen Mann droht dies nun sehr teuer zu werden. Am Mittwoch musste er sich vor Gericht verantworten – und er riskiert ein hartes Strafmaß.

Am 11. April 2019 hatte die Verkehrspolizei einen in einem zivilen Kastenwagen verbauten mobilen Blitzer auf der N2 zwischen Bous und Remich aufgestellt – und das nicht ohne Grund: Alle zwei Minuten löste das Gerät aus. 

Geblitzt mit 99 km/h

So auch gegen 16.20 Uhr als Tom B. mit seinem orangefarbenen BMW mit einer Geschwindigkeit von 99 km/h an der Kontrollstelle vorbeifuhr. Scheinbar wollte der das aber nicht auf sich sitzen lassen.


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Wie ein Polizist im Prozess ausführte, kehrte er um 16.53 Uhr wieder zur N2 zurück – diesmal in seinem Zweitwagen, einem blauen BMW. Diesen parkte er direkt hinter das Radarauto der Polizei, sodass Geschwindigkeitsmessungen nicht mehr möglich waren.

47 Minuten später ist die Polizei wieder vor Ort. Tom B. sitzt auf dem Beifahrersitz seines Wagens, raucht und zeigt sich überheblich. Vom Radarauto will er nichts wissen. Das ändert sich aber schlagartig, als die Beamten auf Order der Staatsanwaltschaft einen Ermittlungsbericht wegen möglicher Justizbehinderung aufsetzen. Tom B. gesteht, den Radar absichtlich blockiert zu haben.

Keine Strafvereitelung

Die Staatsanwaltschaft ließ diesen Vorwurf in der Gerichtsverhandlung am Mittwoch fallen, da es sich bei diesem Fall von Strafvereitelung nur um Verkehrsvergehen handele, nicht um Verbrechen oder Delikte.

Eine Straftat habe Tom B. trotzdem begangen: Der Angeklagte habe mit einem Gerät – seinem Auto – die Funktion eines Messgeräts zur Feststellung von Gesetzesverstößen behindert.

BMW soll beschlagnahmt werden

Deswegen forderte sie eine angemessene Geldstrafe, ein Fahrverbot von sechs Monaten sowie die Beschlagnahmung des Tatwerkzeuges – dem BMW.

Da Tom B. nicht zum Prozess erschienen ist, kann seine Strafe im Falle einer Verurteilung nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Das Urteil ergeht am 16. Januar.


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