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Protex stellt viele professionelle Rettungssanitäter ein
Lokales 17.01.2013 Aus unserem online-Archiv

Protex stellt viele professionelle Rettungssanitäter ein

Ein bis zwei Dutzend Sanitäter werden demnächst rekrutiert.

Protex stellt viele professionelle Rettungssanitäter ein

Ein bis zwei Dutzend Sanitäter werden demnächst rekrutiert.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 17.01.2013 Aus unserem online-Archiv

Protex stellt viele professionelle Rettungssanitäter ein

Die Professionalisierung im Rettungswesen schreitet fort. Die Rettungsdienste quer durchs Land stellen ab nächster Woche eine ganze Reihe hauptberufliche Rettungssanitäter ein.

(vb) – Die Professionalisierung im Rettungswesen schreitet fort. Die Rettungsdienste quer durchs Land stellen ab nächster Woche eine ganze Reihe hauptberufliche Rettungssanitäter ein.

Mindestens zwölf Sanitäter werden eingestellt, "vielleicht sogar 24", sagt Guy Bley, Divisionschef der Rettungsdienste. Melden kann sich jeder, der mindestens einen Schulabschluss auf dem Niveau CATP hat, volljährig ist und die luxemburgische Staatsbürgerschaft besitzt.

Die neu eingestellten Sanitäter beginnen sofort mit der Ausbildung, die analog zu derjenigen von Berufsfeuerwehrleuten verläuft und 520 Stunden umfasst.

"Freiwilligendienst bleibt Hauptstandbein"

Für die Mitarbeiter der Rettungsdienste kommt die Professionalisierung gerade rechtzeitig: "Generell hatten wir große Probleme, die Dienste in den Ambulanzen zu besetzen. Besonders tagsüber sind Freiwillige schwer zu finden. Nachts und am Wochenende sieht es dagegen besser aus", erklärt Guy Bley.

Die hauptberuflichen Sanitäter sollen den Freiwilligen zur Seite stehen, sie jedoch nicht ersetzen. "Haupstandbein bleibt der Freiwilligendienst", sagt Guy Bley. Reibereien zwischen professionellen und ehrenamtlichen Sanitätern – die ja immerhin die gleiche Arbeit machen - sieht er nicht kommen. "Die Stellenausschreibung ging ja auf die Bitte der Ehrenamtlichen zurück", meint er.

Nachwuchsprobleme

Auch für Roland Disiviscourt, Vorsitzender des „Comité des sages“ des Zivilschutzes, und damit Sprecher des Freiwilligendienstes, sind die hauptamtlichen Sanitäter willkommen. "In einigen Protex-Stützpunkten arbeiten Freiwillige und Hauptamtliche schon Seite an Seite. Man kann nicht sagen, dass das schlecht läuft." Er befürchtet eher, dass sich die Probleme bei der Rekrutierung von ehrenamtlichen Mitarbeitern in Zukunft noch verstärken. Nachwuchs könnte ausbleiben, weil in der Bevölkerung die Meinung vorherrsche, dass es ja schließlich bezahlte Krankenwagen-Besatzungen gibt.

Disiviscourt unterstreicht, dass die Berufs-Sanitäter die Freiwilligen nicht ersetzen können. "Der professionelle Sockel kann nicht alles machen." Offensichtlich sei das bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, wo viele Helfer gleichzeitig benötigt werden.

Die Stellenanzeige der "Protection civile" erscheint am Samstag im "Luxemburger Wort".


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