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Proteste der "Gilets jaunes" im Grenzgebiet
Lokales 2 Min. 22.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Proteste der "Gilets jaunes" im Grenzgebiet

Viele der Protestierenden sagen, sie würden für die Bevölkerung kämpfen - doch manche ihrer Aktionen lassen die Zustimmung in der Bevölkerung sinken.

Proteste der "Gilets jaunes" im Grenzgebiet

Viele der Protestierenden sagen, sie würden für die Bevölkerung kämpfen - doch manche ihrer Aktionen lassen die Zustimmung in der Bevölkerung sinken.
Foto: AFP
Lokales 2 Min. 22.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Proteste der "Gilets jaunes" im Grenzgebiet

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Rund um das Gewerbegebiet in Mont-Saint-Martin (F) ist mit Protestaktionen der "Gelben Westen" zu rechnen. Es ist noch nicht klar, ob sie den Zugang zu diesem blockieren werden.

Nach den massiven Protesten der "Gilets jaunes" in ganz Frankreich haben die Proteste auch das luxemburgische Grenzgebiet erreicht.

Für das Wochenende sind weitere Proteste im französischen Mont-Saint-Martin zu erwarten, wie das Onlineportal Le Républicain Lorrain meldet. Die Protestierenden wollen am 24. und 25. November wohl den Zugang zum Gewerbegebiet versperren. Hier befindet sich unter anderem ein Einkaufszentrum, ein Sportgeschäft sowie ein Schnellimbiss und ein Dekorationsgeschäft. Bereits am 19. November hatten sie die A28 ganz in der Nähe blockiert.


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Einigen Tankstellen ging zeitweise der Kraftstoff aus. Der Grund sind ein niedriger Pegelstand des Rheins und Proteste in Wallonien. Wie sich die Situation entwickelt, kann zurzeit niemand sagen.

Die Träger der "Gelben Westen" protestieren offiziell gegen die Erhöhung der Kraftstoffpreise. In Frankreich werden rund 61 Cent Verbrauchsteuer pro Liter Benzin verlangt. Mit diesem Betrag gehört das Land zu den Top fünf der höchsten Steuer in Europa. Dazu kommen dann noch 20 Prozent Mehrwertsteuer.

Die Proteste gehen weiter

Zwar gibt ein Teil der Initiatoren, wie auch die in Mont-Saint-Martin an, sich für die Bevölkerung einsetzen zu wollen und ihr nicht schaden zu wollen. Jedoch weisen viele Kommentare unter Onlineartikeln darauf hin, dass sie durch manche ihrer illegalen und teils chaotischen Aktionen zunehmend die Zustimmung der breiten Bevölkerung verlieren. Laut einer Umfrage von "Le Figaro" und "Franceinfo", die am 16. November veröffentlicht wurde, unterstützten zu dem Zeitpunkt noch drei von vier Franzosen die "Gilets jaunes".

Im Zusammenhang mit den Protestaktionen hat es bereits seit Samstag zwei Tote gegeben, Hunderte Menschen wurden verletzt. Am ersten Tag der Proteste war eine Frau in Pont-de-Beauvoisin (Savoie) gestorben, nachdem sie von einem Autofahrer angefahren worden war, der in Panik geraten war. Einen weiteren tödlichen Unfall hat es am Dienstag gegeben, als ein Motorradfahrer starb, nachdem er mit einem Lastwagen zusammengeprallt war, der aufgrund einer Straßenblockade der Protestierenden auf der Straße drehen wollte.

Für Samstag sind weitere Proteste in Paris angekündigt. Versammlungen der "Gelben Westen" sind laut dem französischen Innenminister Christophe Castaner auf dem Champ-de-Mars neben dem Eiffelturm erlaubt, da hier die nötige Sicherheit gewährt werden kann.


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