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ProSud vor dem Aus?: Nach Kayl schließt auch Käerjéng Rückzug nicht mehr aus

ProSud vor dem Aus?: Nach Kayl schließt auch Käerjéng Rückzug nicht mehr aus

Foto: Marc Wilwert
Lokales 02.12.2014

ProSud vor dem Aus?: Nach Kayl schließt auch Käerjéng Rückzug nicht mehr aus

Bei der Diskussion im Käerjénger Gemeinderat um den Austritt der Gemeinde Kayl aus dem Syndikat ProSud, ließ Bürgermeister Michel Wolter durchblicken, dass er auch einen Austritt seiner Gemeinde mittlerweile nicht mehr auschließt.

(LuWo/L.E.) - Zum Austritt der Gemeinde Kayl aus dem Syndikat ProSud, gewährten die Vertreter aus CSV, DP, Déi Gréng und Bigk der Gemeinde Kayl im Rahmen der vergangenen Ratssitzung, grünes Licht. Bürgermeister Michel Wolter (CSV) findet es unzumutbar, dass man der Kayltalgemeinde nach Verhandlungen über beim Austritt zu beachtende Bedingungen, die Möglichkeit zum Austritt schriftlich versprach und sie nun doch nicht austreten lasse.

Der Ratsvorsitzende sprach von allgemeinem Desinteresse und ging noch einen Schritt weiter. Sollten nicht alle Bürgermeister der Mitgliedergemeinden ihr Mandat im ProSud wieder wie anfangs selbst ausüben, so würde Käerjéng laut Wolter auch aus dem Syndikat austreten.

Dessen Projekte hätten sowieso seine Gemeinde in den letzten Jahren kaum betroffen. LSAP Sprecher Yves Cruchten bezeichnete ProSud als wichtige Struktur worin alle Mitglieder Solidarität beweisen müssten. Mit zehn Ja- gegen fünf LSAP-Neinstimmen, wurde der Austritt genehmigt.

Die Gemeinde Kayl benötigt grünes Licht von mindestens zwei Drittel der anderen ProSud-Gemeinden für einen Austritt.

Die Kritik von Michel Wolter zielt auf den Umstand, dass bei der Gründung des ProSud angeblich vereinbart worden war, dass die Mitgliedsgemeinden durch den jeweiligen Bürgermeister im ProSud vertreten sein sollten. Mehrere Gemeinden halten sich jedoch nicht mehr an diese Vereinbarung und schicken mittlerweile Vertreter aus dem Schöffen- oder Gemeinderat in die ProSud-Sitzungen.

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