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Produktkontrollen auf den Weihnachtsmärkten: Kunden wollen Qualität
Lokales 2 Min. 17.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Produktkontrollen auf den Weihnachtsmärkten: Kunden wollen Qualität

Thierry Jacquemin verbürgt sich für die Qualität seiner Wachsprodukte, die er eigenhändig aus natürlichen Zutaten herstellt.

Produktkontrollen auf den Weihnachtsmärkten: Kunden wollen Qualität

Thierry Jacquemin verbürgt sich für die Qualität seiner Wachsprodukte, die er eigenhändig aus natürlichen Zutaten herstellt.
Foto: Caroline Martin
Lokales 2 Min. 17.12.2017 Aus unserem online-Archiv

Produktkontrollen auf den Weihnachtsmärkten: Kunden wollen Qualität

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, lautet eine altbekannte Lebensweisheit. Dies gilt auch für die auf den Weihnachtsmärkten angebotenen Waren: Sie müssen einer staatlichen Prüfung standhalten.

(rr) - Tausende Besucher zieht es alljährlich auf die hauptstädtischen Weihnachtsmärkte. Während die einen den kulinarischen Verlockungen nicht widerstehen können, erledigen die anderen dort ihre Weihnachtseinkäufe, erwerben Dekorationsobjekte oder Geschenke. Damit die Qualität stimmt, werden Kontrollen durchgeführt.

Konkurrenz beeinflusst Qualität positiv

Für die Verantwortlichen der Stadt Luxemburg ist die Güte der angebotenen Produkte eine der Hauptbedingungen, um die Geschäftsleute überhaupt zu den verschiedenen Weihnachtsmärkten zuzulassen. Die Konkurrenz zwischen den Anbietern eines gleichen Produkts sei zudem ein wichtiger Faktor, der die Qualität über die vergangenen Jahre positiv beeinflusst habe, heißt es aus dem Rathaus am Knuedler.

Haben die Händler ihren Verkaufsstand installiert, kontrollieren die jeweils zuständigen Instanzen die Waren. Während die Behörde für Lebensmittelsicherheit im Gesundheitsministerium dies im Ess- und Trinkbereich tut, überprüfen Mitarbeiter des „Institut luxembourgeois de la normalisation, de l'accréditation, de la sécurité et qualité des produits et services“ (Ilnas) die Konformität der Produkte. „Letztendlich lautet das Ziel, die Konsumenten und die Umwelt zu schützen sowie unlautere Konkurrenz zu vermeiden“, sagt Alexis Weber, Leiter der Marktüberwachungsabteilung.

Réginald Legrand kauft die Produkte ganz bewusst in Deutschland und Italien ein – wegen der hochwertigen Qualität.
Réginald Legrand kauft die Produkte ganz bewusst in Deutschland und Italien ein – wegen der hochwertigen Qualität.
Foto: Caroline Martin

Überprüft wird zum Beispiel, ob sich die obligatorischen Warnhinweise und die CE-Kennzeichnung auf den Spielzeugen befinden und ob die Beschreibung des Produkts in einer der drei Amtssprachen (Luxemburgisch, Französisch, Deutsch) verfasst ist. Laut Weber sind die Kontrollen seiner Behörde eher administrativer Natur.

Wird die Konformität eines Artikels bezweifelt, wird dieser gekauft und im Labor der Ilnas oder im Staatslaboratorium getestet. Wenn ein Fehler festgestellt wird, werden die notwendigen Maßnahmen unternommen. Gegebenenfalls muss der Händler dieses Produkt aus dem Sortiment nehmen.

Eine solche Erfahrung musste Réginald Legrand noch nie machen. Er verkauft seit zehn Jahren Christbaumschmuck und Krippen respektive Krippenfiguren auf dem Weihnachtsmarkt auf der Place d'Armes. „Alle meine Waren sind handgefertigt und stammen aus Deutschland und Italien. Ich lege Wert darauf, dass die Artikel aus einem europäischen Land stammen. Produkte aus China würde ich nie anbieten“, erklärt Legrand. Und weiter: „Die Kunden fragen nach dem Herkunftsland, sie wollen Qualitätsware erwerben.“

Massenware kontra Eigenproduktion

Corinne Béchon verkauft Rennautobahnen aus buntem Plastik, die im Reich der Mitte gefertigt wurden. Dass das Herkunftsland bei manch potenziellem Kunden für Stirnrunzeln sorgt, wischt sie selbstbewusst weg: „Das Produkt wurde schon bei der Einfuhr nach Europa kontrolliert und für konform befunden.“ Bei der Auswahl des Spielzeugs, das sie auf dem Markt verkauft, berücksichtigt die resolute Geschäftsfrau übrigens ein ganz einfaches Prinzip: „Es soll einfach aufzubauen sein und den Kindern gefallen!“

Corinne Béchon hat keine Bedenken wegen des Herkunftslandes des 
angebotenen Spielzeugs, schließlich wurde es für konform befunden.
Corinne Béchon hat keine Bedenken wegen des Herkunftslandes des 
angebotenen Spielzeugs, schließlich wurde es für konform befunden.
Foto: Caroline Martin

Auf natürliche Inhalte schwört hingegen Thierry Jacquemin aus der Nähe von Gérardmer (F), der unter anderem Duft- und Massagekerzen feilbietet. „Ich stelle sie selbst aus Bio-Soja und ätherischen Ölen her und verbürge mich für die Qualität.“

Dass die Güte der Waren auf dem Weihnachtsmarkt stimmt, dem kann Alexis Weber von der Ilnas beipflichten: Fündig wird die Kontrollbehörde nur selten.


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