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Problem der Dauerparker in Howald gelöst
Lokales 4 Min. 22.01.2019

Problem der Dauerparker in Howald gelöst

Problem der Dauerparker in Howald gelöst

Pierre Matgé
Lokales 4 Min. 22.01.2019

Problem der Dauerparker in Howald gelöst

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Verkehrstechnisch gut vernetzt und nur drei Kilometer vom hauptstädtischen Bahnhof entfernt – Howald gilt seit Jahren als willkommene Adresse für Dauerparker. Im Mai vergangenen Jahres setzte die Gemeinde Hesperingen dem mit Parkgebühren ein Ende.

Die Parkregelung, seit nun mehr als acht Monaten in Howald in Kraft, hat bislang für eine Verbesserung der allgemeinen Parksituation gesorgt, so Nicolas Thill, leitender Agent municipal der Gemeinde Hesperingen. „Wir haben das Problem der Dauerparker weitgehend gelöst. Es war die richtige Entscheidung, kostenpflichtiges Parken einzuführen. Die Entlastung auf den Straßen der Ortschaft ist nicht zu übersehen.“


Bis mindestens 2022 soll der neue Teil des Park&Ride Sud genutzt werden.
Mehr Platz auf dem Park&Ride Sud in Howald
In Zukunft wird es immer schwerer werden, einen Parkplatz auf dem Park&Ride Sud zu ergattern. Daher wurde dieser nun ausgebaut. Jedoch nicht für die Ewigkeit - die 611 Plätze sind nur provisorischer Natur.

Seit dem 1. Mai 2018 dürfen Autofahrer, die nicht aus der Gemeinde Hesperingen kommen und deshalb keine örtliche Vignette besitzen, nicht mehr kostenlos in der Ortschaft Howald parken. Eingeführt wurde das gebührenpflichtige Parksystem, weil „immer mehr Dauerparker ihr Fahrzeug stundenlang zwischen dem Rangwee und der Avenue Grand-Duc Jean abgestellt haben, sodass Anwohnern oftmals keine freien Stellplätze mehr zur Verfügung standen“, erklärt Nicolas Thill.

„Viele Autofahrer haben ausgenutzt, dass Howald an der Grenze zur Hauptstadt liegt und per Bus gut vernetzt ist. Sie haben früh am Morgen ihre Fahrzeuge abgestellt und sind dann mit dem Bus weiter zur Arbeit nach Luxemburg-Stadt gefahren. Erst nach Feierabend waren die Autos, wenn überhaupt, wieder weg. Auf der östlichen Seite der Ortschaft, also nahe dem Lycée technique de Bonnevoie, blockierten wiederum Schüler die Rue Général Patton und Avenue Berchem mit ihren Autos. Aber auch in der Rue du Couvent vor dem CIPA-Altenheim ließen viele Dauerparker ihre Wagen stehen, sodass Besucher vergebens nach Stellplätzen gesucht haben“, fügt Schöffe Georges Beck hinzu. Er ist unter anderem für die Bereiche Transport, Mobilität und das Parken in der Gemeinde Hesperingen zuständig.

Tägliche Kontrollen

Wer keine Anwohnervignette hat, muss also einen Parkschein lösen – die ersten 30 Minuten sind kostenlos. „Allein zwischen Mai und Dezember 2018 wurden 23.000 solcher Gratistickets gelöst. Damit ist bewiesen, dass Kurzzeitparker diese Option gerne nutzen“, betont Thill, „wenn man mal kurz zum Bäcker oder zur Apotheke muss, kann das ganz praktisch sein.

Das neue Modell kann jedoch nur funktionieren, wenn regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden“, meint Nicolas Thill weiter. „Es ist wichtig, dass die Agents municipaux Präsenz zeigen, damit sich Autofahrer weiterhin an die Vorschrift halten. Pro Tag stellen wir zwischen 15 und 20 Strafzettel aus. Von Januar bis Dezember 2018 wurden insgesamt 2 220 gebührenpflichtige Verwarnungen an Falschparker erteilt.“

Auch in Hesperingen gelten an manchen Orten neue Parkregelungen. Sie betreffen vor allem die zeitlich begrenzten gratis Stellplätze. Beige: 30 Minuten gratis ohne Ticket und Vignette. Rot: 90 Minuten gratis mit Ticket oder Vignette. Braun: 90 Minuten gratis mit Ticket. Gelb: fünf Stunden mit Parkscheibe oder Vignette.
Mehr Informationen unter: www.hesper.lu
Auch in Hesperingen gelten an manchen Orten neue Parkregelungen. Sie betreffen vor allem die zeitlich begrenzten gratis Stellplätze. Beige: 30 Minuten gratis ohne Ticket und Vignette. Rot: 90 Minuten gratis mit Ticket oder Vignette. Braun: 90 Minuten gratis mit Ticket. Gelb: fünf Stunden mit Parkscheibe oder Vignette. Mehr Informationen unter: www.hesper.lu
(GRAFIK: ACT /
GEMENG HESPER)

Diese Zahl beinhaltet auch jene Tickets, die in den ersten vier Monaten des Jahres 2018 bis zur Einführung des neuen übergreifenden Systems im Mai in der Parkzone des Howalder Industriegebiets ZAC ausgestellt wurden. „Dort muss bereits seit 2007 für das Parken gezahlt werden, weil früher viele Mitarbeiter der Firmen aus Cloche d'Or ihre Wagen dort abstellten und dann mit vom Betrieb organisierten Pendelbussen in die Industriezone nach Gasperich gebracht wurden. Um diese Praxis zu stoppen, wurden damals schon Parkuhren aufgestellt“, erklärt der verantwortliche Agent municipal.

Ausbreitung des Modells

Dass die Geschichte sich einige Jahre später im Wohnviertel wiederholen würde, wundert Georges Beck nicht: „Viele, die in Luxemburg-Stadt arbeiten, wollten nicht täglich fürs Parken zahlen und kamen deshalb nach Howald. Doch dafür sind unsere Straßen nicht da.“ Und er will nicht ausschließen, dass in Zukunft weitere Gebiete der Gemeinde ein ähnliches Parksystem übernehmen.

„Wir müssen uns stets an die aktuellen Parksituationen anpassen. Derzeit sind wir gespannt, wie sich Verkehr und Parken in der Gemeinde entwickeln, wenn das neue Shoppingcenter im Ban de Gasperich im Sommer dieses Jahr eröffnet. Geschätzt wird, dass dort täglich dann mehr als 30 000 Kunden kommen werden. Das könnte erneut einen negativen Einfluss auf unsere Straßen haben“, fährt Georges Beck fort. Dennoch seien bislang noch keine weiteren kostenpflichtigen Parkzonen vorgesehen.

Positives Echo

Da der Anstoß für eine konkrete Lösung vonseiten der Anwohner kam, ist es nicht verwunderlich, dass deren Feedback positiv ausfällt. „Meistens melden sich die Bürger bei uns, wenn etwas vor ihrer Haustür nicht in Ordnung ist. Meldungen, die unmittelbar mit dem neuen Parksystem verbunden sind, hatten wir bislang fast keine. Ich denke also, dass die meisten Howalder mit der neuen Parksituation zufrieden sind. Jetzt, da das Problem der Dauerparker gelöst ist, finden die Anwohner wieder täglich Stellplätze vor ihrer Haustür, und das ist eine klare Verbesserung der Situation“, zeigt sich Nicolas Thill zufrieden.


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