Priorität Nordstad: Bettendorf gegen Fusionsgespräche mit Diekirch
John Lamberty
In Bettendorf will man nun also doch auf weitere Annäherungsgespräche mit der Gemeinde Diekirch verzichten.
Bettendorf will nun doch keine Gespräche mit den Nachbarn aus Diekirch zwecks Aufnahme von Fusionsverhandlungen führen. Der Schöffenrat erklärt, man wolle lieber der Zusammenarbeit auf Nordstad-Ebene absolute Priorität einräumen.
Priorität Nordstad: Bettendorf gegen Fusionsgespräche mit Diekirch
Bettendorf will nun doch keine Gespräche mit den Nachbarn aus Diekirch zwecks Aufnahme von Fusionsverhandlungen führen. Der Schöffenrat erklärt, man wolle lieber der Zusammenarbeit auf Nordstad-Ebene absolute Priorität einräumen.
(jl/jag) - Die Gemeinde Bettendorf will nun doch keine Gespräche mit den Nachbarn aus Diekirch zwecks Aufnahme von Fusionsverhandlungen führen. Dies hat der Gemeinderat am Mittwoch in einer Arbeitssitzung beschlossen. Wie der Schöffenrat erklärt, wolle man lieber der Zusammenarbeit auf Nordstad-Ebene absolute Priorität einräumen.
Erst vor kurzem war bekannt geworden, dass die Schöffenräte beider Gemeinden erstmals die Basis für mögliche Fusionsgespräche ausgelotet hatten. In Bettendorf meint man nun jedoch, Fusionsgespräche mit Diekirch könnten ein Ungleichgewicht schaffen, das den zurzeit auf Nordstad-Ebene angeschobenen Projekten nicht unbedingt förderlich sei.Gegegnüber dem "Luxemburger Wort" sprach Bürgermeister Albert Back auch von Bedenken auf Seiten der Bürger.
Darüber hinaus sei in den Arbeitsgruppen im Rahmen der Nordstad zuletzt eine stärkere Zusammenarbeit aller eingebundenen Mitgliedsgemeinden befürwortet worden. Es gebe zurzeit denn auch kein Projekt, das ausschließlich die Gemeinden Diekirch und Bettendorf betreffe und so auch von der Bevölkerung als Grundlage für eine Fusion erachtet werden könne, so der Schöffenrat. Er verweist in diesem Kontext auf die gescheiterte Fusion der Gemeinden Fels, Fischbach und Nommern zur Fusionsgemeinde "Meesebuerg".
Die Nordstad nimmt langsam Konturen an. Eine Fusion von Ettelbrück, Erpeldingen/Sauer und Schieren könnte auch Bettendorf, Diekirch und Colmar-Berg zur Teilnahme bewegen.
Eine Großgemeinde von knapp 4000 oder mit Remich sogar 7200 Einwohnern könnte an der Mosel entstehen. Dafür müssten aber handfeste Vorteile für die Bürger herauskommen, mahnen die Schöffenräte.
Seit Jahren liegt die Fusion von Manternach und Bech als Konzept auf dem Tisch, jüngst befeuert von Ankündigungen des Innenministers. Gespräche zwischen den Schöffenräten gab es aber nicht.
Presseberichte über eine eventuelle Fusion zwischen den Gemeinden Grosbous und Wahl sorgten in der rezenten Gemeinderatssitzung für Aufregung bei einer Rätin aus Grosbous. Die Wellen konnten aber geglättet werden.
Am Freitagmorgen war es eine Mail, die der Diekircher Schöffenrat an die Gemeinderatsmitglieder verschickte, um sie zu informieren, am Samstagmorgen wurde in der Sitzung des Gemeinderats Diekirch offen darüber geredet: Die Gemeinden Diekirch und Bettendorf haben Sondierungsgespräche im Hinblick auf eine Fusion begonnen.
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