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Presserevue: Das sagen die Medien
Lokales 2 Min. 21.10.2013

Presserevue: Das sagen die Medien

Presserevue: Das sagen die Medien

Lokales 2 Min. 21.10.2013

Presserevue: Das sagen die Medien

Einig sind sich die Kommentatoren der Zeitungen am Morgen nach der Wahl darüber, wer zu den Wahlgewinnern zählt. Bei der Bezeichnung der Verlierer gehen die Meinungen dann schon wieder auseinander.

(rar) - Einig sind sich die Kommentatoren der Zeitungen am Morgen nach der Wahl darüber, wer zu den Wahlgewinnern zählt. Bei der Bezeichnung der Verlierer gehen die Meinungen dann schon wieder auseinander.

  • "Tageblatt": "Es gewinnt Juncker, der Verlierer"

"In keinen anderen Land der Erde, das eine solche Anzahl von Affären und Skandalen gekannt hätte, könnte sich die CSV an der Macht halten", schreibt Danièle Fonck. "Jean-Claude Juncker und die Seinen beanspruchen die Macht mit der einzigen Begründung, dass die CSV stärkste Partei bleibt. Was die Partei macht, ist schlicht und einfach ein Verbiegen der demokratischen Idee. Pierre Werner würde sich im Grabe umdrehen."

Das Tageblatt veröffentlicht zudem eine anschauliche Grafik. Auf einer ganzen Zeitungsseite werden die Gemeinden aufgeführt, in denen die CSV stärkste Partei ist. Der Effekt: Bis auf wenige Ausnahmen ist die Karte fast vollständig schwarz eingefärbt.

  • Quotidien: "Der Ball liegt bei den  Blauen"

Der Quotidien sieht die Verluste der CSV nüchterner: "Die CSV behält 23 Sitze. Unter dem Strich ein minimer Verlust", so Fabien Grasser im Leitartikel.

Die Liberalen dagegen seien jetzt in der Rolle des Königsmachers. "Doch die Liberalen scheinen zerstritten über den einzuschlagenden Weg. Mit der CSV zu gehen scheint ausgeschlossen für einen Abgeordneten wie Eugène Berger, da die Wähler seiner Ansicht nach einen Wunsch zum Wechsel ausgedrückt haben, der inkompatibel ist mit einer CSV, deren Name mit Affären in Verbindung gebracht wird."

  • Journal: "Für die forstschrittlichste Koalition"

Das "Journal" sieht die DP als klaren Gewinner und betont, dass die Partei wieder zweitstärkste Kraft im Land ist. "Dass die Wähler die DP in allen Bezirken gestärkt haben, erklärt sich vor allem durch drei Faktoren: Erstens die überzeugte Oppositionsarbeit, die die DP seit neun Jahren gemacht hat. Zweitens, ein sehr gutes Wahlprogramm mit klaren Aussagen, und drittens: Ein Aufgebot von kompetenten Politikern, die im täglichen Einsat ihren Mann, respektive ihre Frau stehen."

Als Gewinner bezeichnet Claude Karger im Journal auch "déi Lénk", die einen Sitz hinzu gewonnen haben. "Déi Lénk treffen einen Nerv der Zeit. Viele Bürger haben - eine berechtigte - Angst vor einer Verschlechterung ihrer Situation."

  • RTL Radio Lëtzebuerg: "CSV wakereg rëselen"

Die Wahlen waren wichtig, "um die CSV wach zu rütteln", meint RTL-Chefredakteur Guy Kaiser. Eine Dreierkoalition mit einer dünnen Mehrheit von 32 Sitzen wäre "journalistisch gesehen eine Koalition, bei der viel Freude in den Redaktionsstuben aufkommen würde, weil die Postionen doch viel weiter auseinander liegen, als man das in der Öffentlichkeit zugeben will. Ich wage die Vorhersage, dass man mit einer solchen Koalition nicht noch mal fünf Jahre warten muss, bevor der Wähler wieder zu den Urnen gerufen würde."


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