Preise steigen um 5,6 Prozent: Häuser und Wohnungen immer teurer
(vb) - Der Boom auf dem Immobilienmarkt in Luxemburg setzt sich ungebremst fort. Nach Angaben des Statec haben die Preise innerhalb eines Jahres um 5,6 Prozent angezogen. Ein Haus kostet mittlerweile durchschnittlich 670 000 Euro.
Wohnungen zum Kauf verteuerten sich zum Jahresende um 5,2 Prozent im Jahr. Weniger stark war der Preisauftrieb bei unfertigen Wohnungen im Bauzustand, die nur um 4,2 Prozent zulegten. Dagegen schlugen die Eigentümer von Häusern aus dem Bestand kräftig auf. Die Preise für gebrauchte Häuser stiegen binnen Jahresfrist um 7,2 Prozent.
Die saftigen Preise schien die Investoren nicht vom Kauf abzuhalten. Auf dem Gesamtmarkt wurden am Jahresende 28 Prozent mehr fertiggestellte Wohnungen verkauft, die Verkäufe von Wohnungen "en future construction" stiegen sogar um 161 Prozent an - dies wohl als Folge der Mehrwertsteuererhöhung. Viele potenzielle Käufer hatten ihren Kaufvertrag noch in den Tagen vor Silvester unterschrieben, um von der niedrigen Mehrwertsteuer für Zweitwohnungen zu profitieren.
Der Preisauftrieb ist ganz allein von dem teuren Baugrund getrieben. Die Preise für Bauleistungen selbst sind sogar gesunken, bemerkt der Statec.
Im Durchschnitt mussten Hauskäufer für eine Wohnung 4300 Euro pro Quadratmeter hinblättern, ein Haus schlug mit 5200 Euro zu Buche. Laut Zahlen der Online-Immobilienbörse athome.lu kostete eine Wohnung im Mittelwert 386 000 Euro und ein Haus 673 000 Euro. Diese Preise variieren natürlich je nach Region. Im Zentrum lag der durchschnittliche Preis knapp unter einer Million Euro (+ 5 Prozent). Fast genauso teuer waren Häuser im Westen mit 752 000 Euro (+ 3,5 Prozent). Im Süden kostete ein Haus im Durchschnitt 574 00 Euro (+ 5 Prozent), im Osten 642 000 Euro (+6,7 Prozent). Vergleichsweise günstig war noch der Norden mit 471 000 Euro (+ 6 Prozent).