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Preise für Benzin, Diesel und Heizöl fallen drastisch
Lokales 2 Min. 10.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Preise für Benzin, Diesel und Heizöl fallen drastisch

98er Benzin wird ab Mittwoch wesentlich günstiger.

Preise für Benzin, Diesel und Heizöl fallen drastisch

98er Benzin wird ab Mittwoch wesentlich günstiger.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 2 Min. 10.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Preise für Benzin, Diesel und Heizöl fallen drastisch

Ab Mittwoch werden Diesel, Benzin und Heizöl in Luxemburg wesentlich günstiger - der Preis für den Liter 98er Benzin fällt sogar um fast 9 Cent.

(SC/dpa)- Ab Mitternacht werden die Kraftstoffpreise in Luxemburg wesentlich günstiger - der Literpreis für 98er Benzin fällt um fast 9 Cent auf 1,178 Euro während Dieselfahrer ab Mittwoch genau 7 Cent weniger für den Liter zahlen müssen. Mit 0,989 Euro fällt der Dieselpreis damit erstmals seit September 2017 auf unter einen Euro pro Liter. Seit dem 19. Februar sind die Kraftstoffpreise in Luxemburg kontinuierlich am Sinken.

Auch bei Erdgas und Heizöl kommt man ab Mitternacht wesentlich günstiger davon. Bei Erdgas ist es eine Preisvergünstigung von fast fünf Cent auf 0,692 Euro, während 10ppm und 50ppm Heizöl jeweils um rund 7 Cent günstiger werden - ab Mittwoch muss man dafür nur noch 0,455 Euro, beziehungsweise 0,454 Euro zahlen. Der Preis für den Liter 95er Benzin bleibt vorerst unverändert.

Globaler Preiseinsturz bei Ölpreisen

Am Montag waren die Ölpreise so stark abgestürzt wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Russland und Saudi-Arabien hatten sich am Freitag innerhalb der Opec+ nicht auf eine Verlängerung von Förderbeschränkungen geeinigt. Dies hatte am Montag zu einem Einbruch der Ölpreise um über 20 Prozent geführt und für Turbulenzen an den Finanzmärkten gesorgt. In der Opec+ sind die Länder des Ölkartells Opec und verbündete Länder wie Russland zusammengeschlossen. Es droht jetzt ein Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien.


FILE - In this May 29, 2009 file photo, an oil rig is seen at sunset in the desert oil field of Sakhir, Bahrain. Major stock indexes skidded 2 percent Tuesday, July 7, 2009, as crude fell for the fifth straight day, the latest indicator that investors think demand for energy and basic materials will remain soft. The Dow Jones industrial average fell 161 points to its lowest close since late April. (AP Photo/Hasan Jamali, file)
Ölpreise mit stärkstem Einbruch seit 1991
Am Ölmarkt sind die Preise zum Wochenauftakt abgestürzt. Grund sind gescheiterte Verhandlungen und Ängste vor der Corona-Krise.

Die Ölpreise haben sich am Dienstag etwas von einem der heftigsten Einbrüche in der Geschichte des Ölmarkts erholt. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 37,83 US-Dollar. Das waren 3,48 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 3,09 Dollar auf 34,22 Dollar.  

Es droht ein Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien. So will die staatlich kontrollierte Ölfördergesellschaft Saudi Aramco ihre Fördermenge deutlich anheben. Die Fördermenge solle im April um mehr als ein Viertel auf 12,3 Millionen Barrel je Tag steigen, hieß es. Der russische Rohölminister Alexander Nowak reagierte umgehend. Russland könne seine Förderung um 500 000 Barrel pro Tag anheben. Damit würde die russische Förderung auf einen Rekordstand von 11,8 Millionen Barrel pro Tag steigen. Die Aussagen belasteten am Dienstag die Ölpreise jedoch nicht.

Nowak zeigte sich denn auch zu neuen Verhandlungen bereit. "Die Türen sind nicht geschlossen", sagte er im Interview des russischen Staatsfernsehens Rossija 24. Russland sei bereit, seine Zusammenarbeit mit dem Ölkartell Opec und den in der Opec+ vereinten Förderländern fortzusetzen. Nowak ging davon aus, dass es Monate dauern könne, bis sich der Ölpreis erhole.

Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch erklärte die Erholung auch mit der Reaktion der US-Schieferölproduzenten. Diese hätten angesichts der gesunkenen Preise stärkere Einschnitte bei den Investitionen und eine niedrigere Ölproduktion angekündigt. Viele Frackingfirmen würden angesichts hoher Schulden bereits mit dem Rücken zur Wand stehen.


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