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Präventionsarbeit: „Kee Geld fir Trickdéif“
Lokales 06.02.2014 Aus unserem online-Archiv

Präventionsarbeit: „Kee Geld fir Trickdéif“

Mit 19.000 Flyern will die Polizei gegen diese Tricks weiter mobilisieren.

Präventionsarbeit: „Kee Geld fir Trickdéif“

Mit 19.000 Flyern will die Polizei gegen diese Tricks weiter mobilisieren.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 06.02.2014 Aus unserem online-Archiv

Präventionsarbeit: „Kee Geld fir Trickdéif“

Mittels Enkeltrick ergaunern sich dreiste Betrüger Geldsummen von vorrangig leichtgläubigen Seniorinnen. Nun möchte die Polizei die Stiftung „Hëllef doheem“ als informativen Multiplikationsfaktor in die Präventionsarbeit mit einbinden.

(pm) - Mit dem sogenannten Enkeltrick ergaunern sich dreiste Betrüger Geldsummen von vorrangig leichtgläubigen Seniorinnen. Nun möchte die Polizei die Stiftung „Hëllef doheem“ mit ihren fast 2.000 Mitarbeitern als informativen Multiplikationsfaktor in die Präventionsarbeit mit einbinden.

Am Telefon geben sich die Gauner als Verwandte oder gute Freunde der Familie aus. Sie verwickeln die Angerufenen in familiäre Gespräche und bitten dann zu einem späteren Zeitpunkt um finanzielle Unterstützung. Zur Geldübergabe erscheint dann meistens ein Freund des Betrügers, da der Anrufer ja als „Familienangehöriger“ oder „Freund der Familie“ sich nicht zeigen kann. 

19.000 Flyer gegen die Gaunermasche

Bisher wurden der Polizei im ganzen Land 112 Fälle gemeldet. Da mancher Geprellte sich seiner Leichtgläubigkeit schämt, dürfte die Dunkelziffer erheblich höher liegen. Der Großteil der Meldungen stammt aus dem Raum Luxemburg-Stadt. In 18 Fällen flossen etwa 614.000 Euro. Mit 19.000 Flyern will die Polizei gegen diese Tricks weiter mobilisieren, so Steve Goedert.

Dabei werden potenzielle Opfer aufgefordert, etwa nach dem Namen oder der Telefonnummer zu fragen, gezielte Informationen zu Fakten zur Überprüfung zu hinterfragen oder einfach aufzulegen. Auf jeden Fall sollte die Polizei über den Notruf 113 benachrichtigt werden. 

„Hëllef doheem“ als Vorreiter

Laut Generaldirektor Robert Theissen hat „Hëllef doheem“ die Mitarbeit spontan zugesagt. Durch die täglichen Hausbesuche und Kontakte bestehe ein Vertrauensverhältnis zwischen Kunden und Betreuern. Dieses Vertrauensverhältnis kann demnach informativ wirken. Dabei kann die Vereinigung auf 25 Hilfs- und Pflegezentren, zwölf Tageszentren und 1 950 Mitarbeiter zur Betreuung der mehr als 20 000 Kunden zurückgreifen, so Verwaltungsdirektor Nico Bemtgen.