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Präsidentin des Musikverbandes UGDA tritt zurück
Lokales 2 Min. 26.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Präsidentin des Musikverbandes UGDA tritt zurück

Auf dem Nationalkongress wird wohl auch das Thema des Ehrenamtes im Verwaltungsrat angesprochen.

Präsidentin des Musikverbandes UGDA tritt zurück

Auf dem Nationalkongress wird wohl auch das Thema des Ehrenamtes im Verwaltungsrat angesprochen.
Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 26.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Präsidentin des Musikverbandes UGDA tritt zurück

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Der Verwaltungsrat der UGDA wird in Zukunft nur noch aus 13 statt wie bisher aus 15 Mitgliedern bestehen. Neue Kandidaturen wurden nicht eingereicht. Ein Jahr ohne Präsident an der Spitze des Dachverbandes kündigt sich an.

Es wird wohl das letzte Mal sein, dass Martine Deprez den Nationalkongress der Union Grand-Duc Adolphe (UGDA) als Präsidentin einläuten wird. Die Mathematiklehrerin und dreifache Mutter hat sich mit Bedauern dazu entschieden, den Posten  am Sonntag abzugeben. Als Grund gibt sie Zeitmangel an. Seit Oktober 2015 hat sie das Amt der Präsidentin bekleidet. Davor war sie bereits vier Jahre Generalsekretärin im Verwaltungsrat.

„Da sich niemand auf den Posten gemeldet hat, wird der Verwaltungsrat kommendes Jahr ohne Präsident funktionieren müssen“, erklärt Martine Deprez. Romain Osweiler sieht sich ebenfalls aufgrund von Zeitmangel gezwungen, aus dem Verwaltungsrat zurückzutreten. Auch für ihn wird dann niemand nachrücken. Dabei schien vergangenes Jahr noch alles sehr verheißungsvoll in Bezug auf das Interesse an einer Teilnahme im Verwaltungsrat.

Beim letzten Nationalkongress war dieser von elf auf 15 Personen aufgestockt worden. Gleich vier neue Mitglieder waren beigetreten. Nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist war aber diesmal klar: Für 2019 gibt es keine neuen Anwärter.

Verwaltungsrat funktioniert ehrenamtlich

Am Sonntag wird bei dem Nationalkongress unter anderem auch darüber gesprochen werden, wie sich der Verwaltungsrat in Zukunft denn aufstellen soll. Darüber, ob das Ehrenamt überhaupt noch funktioniert. „Auf jeden Fall werden mehr freiwillige Helfer benötigt“, stellt die Präsidentin fest.

Nicht ohne Bedauern gibt Martine Deprez das Zepter ab.
Nicht ohne Bedauern gibt Martine Deprez das Zepter ab.
Foto: Chris Karaba

Immerhin vertritt der Verwaltungsrat der UGDA 17.000 Mitglieder, die in 300 Vereinen in Chören, Blaskapellen, Bands, Musikschulen und Theatergruppen organisiert sind. Rund 200 Kursbeauftragte sind zudem bei der UGDA angestellt.

Wie sieht sie denn die Zukunft des Verbandes? Könnten Entscheidungen wie in Bad Mondorf, wo die Gemeinde nun selbst ihre Musikkurse organisiert, die UGDA entlasten? „In erster Linie geht es mir darum, dass jedes Kind Musik machen kann“, sagt Deprez. „Wie dies passiert, ist zunächst zweitrangig. Daher könnten beide Formen eine Lösung sein, aber wir wollen natürlich mit den Gemeinden zusammenarbeiten und müssen unsere Mitarbeiter beschäftigen.“

Dass auch viele andere Gemeinden sich für diesen Schritt entscheiden werden, glaubt sie nicht. Damit Gemeinden einen solchen Dienst anbieten können, muss eine kritische Masse erreicht werden, also genug Musikschüler zusammenkommen.

Der Nationalkongress findet am Sonntag, um 10 Uhr, im hauptstädtischen Konservatorium, 33 Rue Charles Martel, statt. Zu 90 Prozent werden Mitglieder aus den Vereinen erwartet. Die Versammlung ist aber für alle Interessenten offen.


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