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Poolingverfahren kommt bei Massentests zum Einsatz
Lokales 07.08.2020

Poolingverfahren kommt bei Massentests zum Einsatz

Die Tests sind zuverlässig, allerdings kann beim Abstrich zu wenig Virusmaterial auf die Teststäbchen geraten. Das Resultat sind falsch negative Ergebnisse.

Poolingverfahren kommt bei Massentests zum Einsatz

Die Tests sind zuverlässig, allerdings kann beim Abstrich zu wenig Virusmaterial auf die Teststäbchen geraten. Das Resultat sind falsch negative Ergebnisse.
Foto: Anouk Antony
Lokales 07.08.2020

Poolingverfahren kommt bei Massentests zum Einsatz

Jacques GANSER
Jacques GANSER
In einer parlamentarischen Antwort erklärte Gesundheitsministerin Lenert das Poolingverfahren, dass beim Large Scale Testing zum Einsatz kommt.

In Luxemburg wird beim Large Scale Testing das sogenannte Pooling verwendet. In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage der Abgeordneten Martine Hansen und Georges Mischo (beide CSV) gibt Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) Erklärungen zu diesem Verfahren. 

Demnach werden jeweils vier Proben auf das Corona-Virus hin untersucht. Ist eine Probe positiv, wird einzeln nachgeprüft, um welche es sich handelt. Die betreffende Person, deren Test ein positives Ergebnis lieferte, wird anschließend per SMS informiert und muss sich zwei Wochen lang isolieren. Provisorische Resultate werden nicht mitgeteilt und es werden auch keine Isolationsmaßnahmen angeraten, ohne, dass vorher ein Einzeltest der Pools erfolgt.

Das Poolingverfahren, das in Luxemburg zum Einsatz kommt, wird international auch in anderen Laboren genutzt und wurde an der Universität Frankfurt entwickelt. Von den ursprünglich 333.333 Tests der Firma „Fast Track Diagnostics“, die für das Large Scale Testing Programm gekauft wurden, sind derzeit noch rund 78.500 Tests übrig, so die Gesundheitsministerin in ihrer parlamentarischen Antwort.


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Bis zu 20 Prozent aller Tests liefern falsch-negatives Resultat
Die Anzahl der Tests, die ein falsch-negatives Resultat liefern, liegt laut Gesundheitsministerin Lenert bei bis zu 20 Prozent. Falsch-positive Ergebnisse sind hingegen unwahrscheinlich.

Falsch positive Resultate seien mit der PCR-Methode extrem selten, so Lenert. Deshalb seien auch Fälle, in denen Personen unrechtmäßig unter Quarantäne gestellt wurden, die Ausnahme. 

Falsch negative Ergebnisse wären hingegen möglich. Dies liege aber nicht an der Analysemethode, sondern an der Probenentnahme. Entweder war nicht genug Virusmaterial bei der getesteten Person vorhanden oder aber der Abstrich wurde nicht tief genug im Rachenbereich durchgeführt.    

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