Pont Adolphe

Endspurt für die Fahrradbrücke

Zwei Monate vor der Inbetriebnahme wirkt die Fahrradbrücke schon recht einladend.
Zwei Monate vor der Inbetriebnahme wirkt die Fahrradbrücke schon recht einladend.
Foto: Lex Kleren

(rr) - Noch ist sie nicht fertiggestellt, doch dass die Hängebrücke unter dem Pont Adolphe zur neuen touristischen Attraktion der Hauptstadt wird, scheint schon jetzt festzustehen. Diese Meinung vertritt zumindest François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, der die Presse am Montag zu einer Baustellenbesichtigung eingeladen hatte. Verraten sei nur so viel: Die Ausblicke sind spektakulär.  

Die neue Konstruktion führt zwischen den beiden Brückenbögen hindurch und ist auf einer Länge von 154 Meter über Drahtseile in der Fahrbahndecke des Pont Adolphe verankert. Der 4 m breite Radweg hängt 3,80 Meter unter der "Nei Bréck".

Der Zugang erfolgt auf der Place de Bruxelles und auf der Place de Metz durch eine Licht durchflutete Galerie. Auf der Seite der Oberstadt (Place de Bruxelles) entsteht eine Treppe für die Fußgänger.

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"Die Hängebrücke  unter dem Pont Adolphe gibt es eigentlich schon seit einem Jahr. Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben Schwertransporter im Juli 2016 - des nachts - die Einzelteile angeliefert, die anschließend zusammengeschweißt wurden", erzählt Marc Ries, verantwortlicher Ingenieur für diese Baustelle bei der Straßenbauverwaltung.

Aktuell müssen noch die Ein- bzw. Ausfahrten - einerseits zur Place de Metz, andererseits zur Rue de la Semois hin - und der Fußgängerzugang vom  Boulevard Roosevelt her fertiggestellt werden.

LED-Lichtband aus Kanada

Für optimale Beleuchtung wird ein spezielles LED-Lichtband aus Kanada sorgen: Es wird lediglich den Innenbereich der Brücke beleuchten.

Die Hängebrücke hält im übrigen so einiges aus: Laut Ingenieur Marc Ries 500 Kilogramm pro Quadratmeter, im Notfall auch einen Krankenwagen.

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Im Rahmen der Arbeiten wurden übrigens Überreste der Festungsmauern gefunden, zum einen der Bastion Jost - sie wurden in das Bauwerk integriert -, zum anderen des Fort Bourbon.

Die Ausgaben für die Brücke unter der Brücke belaufen sich laut Marc Ries auf rund sieben Millionen Euro. Die „Nei Bréck“ war vor knapp vier Monaten nach drei Jahren Renovierungszeit wieder für den Verkehr freigegeben worden. Das Renovierungsprojekt hat 63 Millionen Euro verschlungen.

Großes Fest am 17. September

Wie geplant wird die neue Attraktion der Hauptstadt am Sonntag, den 17. September in Betrieb genommen. An diesem Tag soll die Stadt denn auch im Zeichen der sanften Mobilität stehen. Das ist zumindest der Plan der Stadtverantwortlichen, die zeigen wollen, dass man die Stadt auch anders erleben kann. So werden einige Hauptachsen und die Straßen der Altstadt an diesem Tag für den motorisierten Verkehr gesperrt sein.