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Polizist feuert Schuss ab

Polizist feuert Schuss ab

Foto: Lex Kleren
Lokales 18.11.2018

Polizist feuert Schuss ab

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Mit über 200 km/h über die A4 und ein Angriff auf einen Polizisten: Am Sonntagmorgen wurde ein Autofahrer nach einer filmreifen Flucht festgenommen. Ein Beamter griff dabei zur Dienstwaffe. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Einen spektakulären Einsatz erlebten die Polizeibeamten in der Nacht zum Sonntag in Höhe Salzhaff / Hollerich. Gegen 2.35 Uhr wurde eine Streife dort auf einen Wagen aufmerksam, der mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Autobahn A4 fuhr. Die Beamten folgten dem Wagen daraufhin mit Blaulicht und Sirene, um den Fahrer zu kontrollieren.

Dieser beschleunigte jedoch sehr stark und fuhr mit deutlich über 200 km/h über die Autobahn. Da der Fahrer eine sehr gefährliche Fahrweise an den Tag legte und eine Gefahr für sich und andere Verkehrsteilnehmer darstellte, wurde Verstärkung angefordert.

In Esch/Alzette durchbrach der Fahrer alsdann eine Straßensperre, wobei er fast einen Polizisten erfasste. Er setzte seine halsbrecherische Fahrt mit hoher Geschwindigkeit innerhalb der Stadt fort, bis er vorerst in einer Sackgasse landete.

Ein Polizeibeamter stieg dann aus dem Dienstwagen, um den Fahrer zur Rede zu stellen. Dieser gab jedoch erneut Vollgas und raste mit voller Absicht aus kurzer Distanz auf den Polizisten zu, der aus Gründen der Eigensicherung Schüsse aus seiner Dienstwaffe auf die Wagenreifen abfeuerte, um diesen fahruntüchtig zu machen.

Dem Autofahrer gelang es allerdings trotz Hindernissen auf der Fahrbahn am Dienstwagen vorbei zu manövrieren und weiter zu flüchten. Dabei beschädigte er mehrere Dienstwagen. Der Wagen konnte aber schließlich nach mehreren hundert Metern von der Polizei gestoppt und die vier Insassen immobilisiert werden.

Ersten Untersuchungen nach verfügte der Fahrer nicht über einen gültigen Führerschein. Die Staatsanwaltschaft wurde in Kenntnis gesetzt. Diese ordnete die Festnahme des Fahrers sowie die Vorführung beim Untersuchungsrichter an. Die Generalinspektion der Polizei wurde seitens der Staatsanwaltschaft mit einer Untersuchung befasst. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. An mehreren Dienstwagen sowie am Fluchtwagen entstand Materialschaden.

Die Polizei macht einen Zeugenaufruf und bittet die Personen, die sich zum Zeitpunkt des Polizeieinsatzes in der Rue Berwart - eine Sackgasse - in unmittelbarer Nähe des Parkhauses "Schlaassgaart" aufgehalten haben, sich bei einer Polizeistelle oder dem Polizeinotruf 113 zu melden.


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