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Polizeikontrollen im Frühjahr: 3.491 Verstöße gegen das Gesetz
Vor allem Motorradfahrer wurden während der Verkehrssicherheitskampagne "Fréijoer 2019" kontrolliert.

Polizeikontrollen im Frühjahr: 3.491 Verstöße gegen das Gesetz

Foto: Guy Wolff
Vor allem Motorradfahrer wurden während der Verkehrssicherheitskampagne "Fréijoer 2019" kontrolliert.
Lokales 12.06.2019

Polizeikontrollen im Frühjahr: 3.491 Verstöße gegen das Gesetz

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Zwischen April und Juni hat die Polizei mehrere Verkehrskontrollen durchgeführt und zieht jetzt Bilanz: Insgesamt 3.491 Gesetzeswidrigkeiten wurden geahndet.

Insgesamt 3.491 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung - das ist die Bilanz von 1.354 Verkehrskontrollen, die Polizisten im Zuge der Verkehrssicherheitskampagne Fréijoer 2019 zwischen dem 5. April und dem 2. Juni durchgeführt haben. Zum Auftakt der Motorradsaison standen dabei vor allem Motorradfahrer im Visier der Polizei, allerdings nicht nur.


Verstärkte Motorrad-Kontrollen der Polizei
Die Polizei kontrolliert dieser Tage gezielt Motorradfahrer und deren Maschinen. Aufmerksam auf die Gefahren der Straßen soll zudem eine neue Aufklärungskampagne machen.

Gebührenpflichtige Verwarnungen wurden gleich aus mehreren Gründen ausgestellt: Insgesamt 2.384 Verkehrsteilnehmer wurden wegen zu hoher Geschwindigkeit ermahnt, 792 bekamen eine gebührenpflichtige Verwarnung, weil etwas mit den Fahrzeugpapieren nicht in Ordnung war.

In 294 Fällen wurden Verkehrsteilnehmer wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte ermahnt. Außerdem mussten 21 Motorradfahrer ein Bußgeld zahlen, weil sie ohne Helm unterwegs waren, oder der Kopfschutz nicht gesetzeskonform war.

Kontrollen im Norden

Geschwindigkeitskontrollen mithilfe eines Baustellenradars führten Polizeibeamte zwischen dem 9. April und 2. Mai in Stolzemburg und zwischen dem 3. Mai und 5. Juni auf dem Groesteen in der Nähe des Niklosbierg im Norden des Landes durch: Daraufhin stellten Polizisten 1.010 gebührenpflichtige Verwarnungen von 49 Euro aus, 368 an Motorrad- und 642 an Autofahrer.

Außerdem mussten 115 Motorrad- und 71 Autofahrer ein Bußgeld von 145 Euro zahlen, ihnen wurden zudem zwei Punkte entzogen. In 49 Fällen wurden Strafverfahren wegen Hochgeschwindigkeitsdelikten eingeleitet, gegen 35 Motorrad- und 14 Autofahrer. Ein Motorradfahrer wurde am Niklosbierg gar mit 212 km/h geblitzt, ein Autofahrer immerhin mit 194 km/h. 

Gefährdete Verkehrsteilnehmer

Motorradfahrer gelten im Straßenverkehr als besonders gefährdet, denn laut Polizei haben sie ein siebenmal höheres Risiko, einen tödlichen Unfall zu erleiden. Autofahrer können die Geschwindigkeit von Motorradfahrer oft nur schwer einschätzen, außerdem können sie leicht im toten Winkel eines Autos übersehen werden.

Deshalb rät die Polizei Motorradfahrern, ihre Geschwindigkeit anzupassen, mit den Fehlern andere Verkehrsteilnehmer zu rechnen und immer wieder einen Blick in den Spiegel zu werfen.


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