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Polizeikontrollen im Bahnhofsviertel: Dealer verkaufen Drogen jetzt in Wohnungen und Bars
Lokales 11.03.2016

Polizeikontrollen im Bahnhofsviertel: Dealer verkaufen Drogen jetzt in Wohnungen und Bars

Die Drogendealer sind nun vermehrt am Abend und in der Nacht im Bahnhofsviertel unterwegs.

Polizeikontrollen im Bahnhofsviertel: Dealer verkaufen Drogen jetzt in Wohnungen und Bars

Die Drogendealer sind nun vermehrt am Abend und in der Nacht im Bahnhofsviertel unterwegs.
Foto: Lex Kleren
Lokales 11.03.2016

Polizeikontrollen im Bahnhofsviertel: Dealer verkaufen Drogen jetzt in Wohnungen und Bars

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Polizei, Stadtverwaltung und Justiz konnten erste Erfolge im Kampf gegen Drogendealer im Bahnhofsviertel feiern. Doch gelöst wurde das Problem nicht. Eher verlagert: vom Tag in die Nacht, von der offenen Straße in Lokale und Wohnungen.

(SH) -  „Wenn wir weiter tatenlos zusehen, dann werden wir das Stadtviertel an Drogendealer und Kriminelle verlieren“, sagte Narayan Gurung, der seit 2003 ein Restaurant in der Rue de Strasbourg betreibt, im Dezember vergangenen Jahres.

Wie er litten zahlreiche weitere Anwohner und Geschäftsleute des Bahnhofsviertels unter dem Drogenhandel, der auf offener Straße vollzogen wurde. Im Februar hatte der Minister für Innere Sicherheit, Etienne Schneider, die Gründung einer Taskforce – eine Arbeitsgruppe von Stadtverwaltung, Polizei und Justiz – angekündigt.

Die verstärkte Polizeipräsenz führte schnell zu ersten Erfolgen. „Wir haben sowohl sichtbare Aktionen durchgeführt als auch im Hintergrund ermittelt, um nachhaltige Resultate zu erzielen. Bei fünf größeren Aktionen sowie mehreren punktuellen Eingriffen wurden insgesamt 44 Drogendealer festgenommen und dem Untersuchungsrichter vorgeführt“, erklärte Polizeigeneraldirektor Philippe Schrantz am Freitag anlässlich eines Pressebriefings.

Polizeiarbeit wird schwieriger

Gelöst ist das Problem damit allerdings nicht, dessen sind sich auch Polizei und Stadt Luxemburg bewusst. Das Problem habe sich verlagert. „Tagsüber haben wir die Situation weitgehend im Griff“, so Schrantz. Damit ist immerhin gewährleistet, dass die Kinder, die im Bahnhofsviertel zur Schule gehen, der Drogenproblematik nicht mehr ausgesetzt sind.

Nun sind die Dealer allerdings vermehrt am Abend sowie in der Nacht unterwegs. An diese Situation kann sich die Polizei noch relativ leicht anpassen. Erschwert wird die Arbeit vielmehr dadurch, dass sich Dealer zum Abwickeln ihrer Geschäfte nach innen – also in Lokale und Privatwohnungen – zurückziehen. Die Beamten sind demnach auf die Informationen, die ihnen von Anwohnern und Kunden übermittelt werden, angewiesen.

Geschlagen geben will sich die Polizei jedoch auf keinen Fall: „Wir wollen den Bürgern ein gutes und einfaches Leben ermöglichen“, heißt es. Ziel sei es, das Problem so weit in den Griff zu bekommen, dass sich die Drogendealer nicht nur aus dem Bahnhofsviertel zurückziehen, sondern aus ganz Luxemburg.

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