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Polizeigewerkschaft SNPGL: 77 Prozent für Ausschluss von Mitgliedern
Lokales 18.03.2016

Polizeigewerkschaft SNPGL: 77 Prozent für Ausschluss von Mitgliedern

Die Führungsspitze des SNPGL bei der Generalversammlung am Mittwochabend in Walferdingen.

Polizeigewerkschaft SNPGL: 77 Prozent für Ausschluss von Mitgliedern

Die Führungsspitze des SNPGL bei der Generalversammlung am Mittwochabend in Walferdingen.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 18.03.2016

Polizeigewerkschaft SNPGL: 77 Prozent für Ausschluss von Mitgliedern

Steve REMESCH
Steve REMESCH
247 von 320 an der Abstimmung teilnehmenden Mitgliedern des "Syndicat national de la police grand-ducale" haben sich bei der Generalversammlung am Mittwochabend für den Ausschluss von sieben Personen aus der Gewerkschaft ausgesprochen.

(str) - Es war ein Vorgehen, das in Gewerkschaftskreisen eine seltene Ausnahme ist: Bei der Generalversammlung der Polizeigewerkschaft SNPGL wurde am Mittwochabend über den Ausschluss von sieben Mitgliedern abgestimmt. Ihnen wurde vorgeworfen, dem "Syndicat national de la police grand-ducale" Schaden zugefügt zu haben, indem sie die neue Gewerkschaft Aspol gründeten, bzw. zu ihrem Entstehen beitrugen.

Zwei Tage nach der Abstimmung liegen nun die von einem Gerichtsvollzieher ausgewerteten Ergebnisse vor: 320 SNPGL-Mitglieder gaben ihre Stimme ab. 247 stimmten für den Ausschluss, 68 dagegen, fünf enthielten sich. Demnach befürworteten 77 Prozent der Anwesenden den Ausschluss. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde erreicht.

Vor der Abstimmung am Mittwochabend hatten mehrere Betroffene versucht, sich in der Generalversammlung Gehör zu schaffen. Ihre Worte fanden allerdings kaum Gehör. Sie wurden durch Buh-Rufe und Pfiffe aus dem Saal unterbrochen. Daher überrascht es dann auch, dass dennoch knapp 23 Prozent der Anwesenden gegen einen Ausschluss stimmten bzw. einen Blankozettel abgaben. 

Wie der SNPGL am Freitagabend mitteilt, würden die betroffenen Personen nun sowohl per Brief wie auch per Einschreiben über die Entscheidung informiert. Das Führungskomitee der Gewerkschaft bedauert in dem Schreiben, dass es auf diese Vorgehensweise zurückgreifen musste, da die sieben Mitglieder einen freiwilligen Austritt verweigert hätten.

Die "Association de la police luxembourgeoise" hat angekündigt, am Dienstagnachmittag in einer Pressekonferenz zu dem Geschehen und den Vorwürfen gegen ihre Mitglieder Stellung zu beziehen.


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