Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Polizeigeneraldirektor Philippe Schrantz : Polizei sagt Drogenkriminalität den Kampf an
Lokales 2 Min. 14.04.2016

Polizeigeneraldirektor Philippe Schrantz : Polizei sagt Drogenkriminalität den Kampf an

Polizeigeneraldirektor Philippe Schrantz führt den Rückgang der Einbrüche auf präventive Maßnahmen zurück.

Polizeigeneraldirektor Philippe Schrantz : Polizei sagt Drogenkriminalität den Kampf an

Polizeigeneraldirektor Philippe Schrantz führt den Rückgang der Einbrüche auf präventive Maßnahmen zurück.
Foto:Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 14.04.2016

Polizeigeneraldirektor Philippe Schrantz : Polizei sagt Drogenkriminalität den Kampf an

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Mehr Drogenkriminalität, weniger Einbrüche in Luxemburg: Polizeigeneraldirektor Philippe Schrantz kommentiert die neuste Entwicklung in Sachen Kriminalität. Die Zahl der Drogendelikte sollte man differenzierter betrachten.

(ml) - Im vergangenen Jahr wurden in Luxemburg deutlich weniger Einbrüche verübt. Ihre Anzahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent. Polizeigeneraldirektor Philippe Schrantz führte im RTL-Interview diesen Rückgang auf die vorbeugenden Maßnahmen der Polizei zurück. Die zahlreichen Straßenkontrollen, die während der dunklen Jahreszeit durchgeführt worden seien, hätten ihre Früchte getragen. Außerdem hätten mehrere Verhaftungen eine abschreckende Wirkung gezeigt.

Die Drogenkriminalität wuchs hingegen binnen einem Jahr um mehr als elf Prozent. Diese Zahl müsse man jedoch differenzierter betrachten, betonte der Polizeigeneraldirektor. Der Anstieg bedeute nicht unbedingt, dass sich die Situation verschlimmert habe.

Schließung von einschlägigen Lokalen

"Bei Drogendelikten wendet sich niemand mit einer Klage an uns," so Schrantz, der darauf hinwies, dass die Polizei die Drogenkriminalität verstärkt bekämpfe. Vor allem im hauptstädtischen Bahnhofsviertel gehe man gezielt vor. Verschiedene einschlägige Lokale seien geschlossen worden. Darüber hinaus würden Politik und Polizei im Rahmen einer Taskforce Hand in Hand zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass die Lage aus den Fugen gerate. Bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität seien auch andere Instanzen gefordert.

2015 nahm die Zahl der gemeldeten Straftaten im Vergleich zum Jahr zuvor leicht ab. Der Rückgang sei allerdings nicht so bedeutend, um daraus schließen zu können, dass alle Probleme behoben seien. Eine massive Ausländerfeindlichkeit sei momentan hierzulande nicht festzustellen. Wesentlich mehr Kopfzerbrechen bereitet der Polizei der Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Die Polizei sei jedoch bestens ausgerüstet, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

Polizeireform in entscheidender Phase

Des Weiteren nahm Schrantz Stellung zur geplanten Polizeireform. Diese sei absolut notwendig, die Polizei der heutigen Gesellschaft anzupassen. Die Ausarbeitung befinde sich in einer entscheidenden Phase. Derzeit würden die von den Arbeitsgruppen eingereichten Vorschläge in einem gemeinsamen Text gebündelt werden, der anschließend auf den Instanzenweg gebracht wird. Den Streit, der neulich zwischen den Polizeigewerkschaften entbrannt war, bezeichnete Schrantz als wenig hilfreich. Interne Konflikte sollten nicht öffentlich ausgetragen werden.

Philippe Schrantz, der seit 13 Monaten an der Spitze der Polizei steht, blickt eigenen Aussagen zufolge auf ein arbeitsreiches und intensives Jahr zurück. Manches sei für ihn schwieriger gewesen als gedacht. Neben der Terrorbekämpfungen seien die EU-Ratspräsidentschaft sowie das Einarbeiten in die Dossiers eine große Herausforderung gewesen.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.