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Polizei und Beratungsstellen warnen: Luxemburg im Visier von Datenkidnappern
Lokales 05.02.2016

Polizei und Beratungsstellen warnen: Luxemburg im Visier von Datenkidnappern

Sobald ein gefährlicher Anhang oder Link geöffnet wird, verschlüsselt die Malware sämtliche Dateien, die sich auf dem Computer des Betroffenen, einer externen Festplatte oder auf einem vernetzten Laufwerk, befinden.

Polizei und Beratungsstellen warnen: Luxemburg im Visier von Datenkidnappern

Sobald ein gefährlicher Anhang oder Link geöffnet wird, verschlüsselt die Malware sämtliche Dateien, die sich auf dem Computer des Betroffenen, einer externen Festplatte oder auf einem vernetzten Laufwerk, befinden.
Symbolbild: Shutterstock
Lokales 05.02.2016

Polizei und Beratungsstellen warnen: Luxemburg im Visier von Datenkidnappern

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
In Luxemburg mehren sich die Fälle von Datenkidnapping. Kriminelle installieren eine sogenannte "Ransomware" auf dem PC des Betroffenen, verschlüsseln seine Daten und erpressen anschließend deren Freigabe.

(DL) - Die Polizei und Securitymadein.lu warnen vor „Data Kidnapping“ via sogenannter „Ransomware". Luxemburg ist derzeit nämlich das Ziel von einer ganzen Welle solcher Cyber-Angriffe.

Bei Ransomware handelt es sich um eine Erpressungssoftware, die Daten „kidnappt“. Am häufigsten werden diese Schadprogramme via E-Mails mit infiziertem Anhang verschickt.

Sobald dieser Anhang (oder ein gefährlicher Link) geöffnet wird, verschlüsselt die Malware sämtliche Dateien, die sich auf dem Computer des Betroffenen, einer externen Festplatte oder auf einem vernetzten Laufwerk, befinden.

Wer seine Daten zurück will, muss zahlen

Nach der Verschlüsselung ist das Gerät gesperrt. Das Opfer erhält daraufhin eine Nachricht mit der Aufforderung, eine beachtliche Summe zu zahlen, um die Dateien zurück zu erhalten – in der Regel via „BitCoins“, einer virtuellen Währung. Dies, da die Geldtransaktion auf diesem Weg anonym bleibt und der Betrüger nicht entlarvt wird.

Nutzern wird geraten, beim Öffnen von Anhängen oder Links vorsichtig zu sein. Von seinen Daten sollte man regelmäßig ein Back Up erstellen. Betriebssystem und Software sollten stets auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Antivirus-Programme reichen nicht aus, um die Ransomware zu blockieren.

Nicht auf Forderungen eingehen

Die staatliche Initiative Bee Secure rät Betroffenen, nicht auf Geldforderungen einzugehen und die Angreifer nicht zu kontaktieren. Wer Hilfe benötigt oder Fragen hat, kann sich bei der Bee Secure Helpline (8002-1234) melden.

Betroffene sollen bei der Polizei Anzeige erstatten. Unternehmen können sich an den Circl (info@circl.lu, Telefon 2478-8444) wenden.

Weitere Informationen gibt es hier.


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