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Polizei und Armee pilgern in die Liebfrauenkirche
Lokales 5 2 Min. 17.05.2019

Polizei und Armee pilgern in die Liebfrauenkirche

Sowohl Militärangehörige als auch Polizisten nahmen an der Messe teil.

Polizei und Armee pilgern in die Liebfrauenkirche

Sowohl Militärangehörige als auch Polizisten nahmen an der Messe teil.
Foto: Chris Karaba
Lokales 5 2 Min. 17.05.2019

Polizei und Armee pilgern in die Liebfrauenkirche

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Am Freitag fand die traditionelle Messe für die luxemburgische Armee und die Polizei in Luxemburg-Stadt statt.

„Dat hu si extra fir Iech gemaach“, sagt eine Frau scherzend zu einem älteren Herrn, kurz nachdem das Militärorchester musizierend durch die Rue Notre-Dame in den Mariendom marschiert war. Der Blick des Mannes schweift langsam über die Soldaten, die weiterhin mit ernster Mine in mehreren Reihen entlang der Straße stehen. Sein Mund verwandelt sich in ein Grinsen, schließlich antwortet er: „Nee, ech mengen net.“

Er sollte recht behalten, denn die kurze Parade war nicht ihm gewidmet, sondern läutete den Auftakt zur traditionellen Oktavmesse für die luxemburgische Armee und die Polizei ein. Und so dominierten am Freitag kurz vor Mittag die Farben Blau, Grün und Hellbraun das Bild in der Kathedrale in Luxemburg-Stadt. Zahlreiche Militärangehörige und Polizisten hatten den Weg in den Mariendom gefunden, der denn auch fast bis auf den letzten Platz gefüllt war.

„König der Herzen“

Lieutenant-Colonel Nicolas Wenner, Seelsorger der Force publique, zelebrierte, gemeinsam mit Generalvikar Leo Wagner und Abbé Jean-Pierre Reiners, die Votivmesse. Er erinnerte zu Beginn des Hochamts an den kürzlich verstorbenen Großherzog Jean. Er sei für viele mehr als nur ein Großherzog gewesen – ein „König der Herzen“.

Symbolisch hob Nicolas Wenner denn auch Großherzog Jean in die Mitte der Kirchgänger, um mit ihm gemeinsam die Messe zu feiern. Mit Maria, der Trösterin der Betrübten, habe ihn vor allem eines verbunden – die Sorge um die eigene Heimat.


Lokales Stad a Land, Octav, Octave, Kathedrale, ocatave, Muttergottes, Muttergottesoctav, Wallfahrt der portugiesischen Gemeinschaft,   Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
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Noch bis zum 26. Mai dauert die Muttergottesoktave. Tausende von Pilgern werden in der Hauptstadt erwartet. Auf dem Oktavmäertchen werden die Besucher kulinarisch verwöhnt.

Er erinnerte aber auch an all jene, die im Dienst der Heimat verletzt oder verstorben sind. Insbesondere der beiden Unteroffiziere wurde gedacht, die im vergangenen Februar bei einem Munitionsunglück in Waldhof ums Leben gekommen waren, als eine Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg explodierte. Ihnen wurde während der Messe auch ein Lied gewidmet.

Aktive Teilnahme

An dem Hochamt nahmen sowohl Polizisten als auch Soldaten aktiv teil. So sorgten die Militärmusik und ein Soldatenchor für die musikalische Begleitung. Indes übernahmen Mitglieder der Polizei und der Armee die Rolle der Messdiener und lasen Fürbitten vor.


Als Seelsorger begleitet Aumônier Nicolas Wenner seit 23 Jahren Soldaten wie Polizisten in ihrem Alltag. Die Armee beschäftigt derzeit rund 1000, die Polizei knapp 2200 Mitarbeiter.
Nicolas Wenner: Ein offenes Ohr für Soldaten
Rund um die Uhr erreichbar, Stütze in schweren Stunden: Aumônier Nicolas Wenner dient den Angehörigen der Armee und der Polizei mit ganzem Herzen, hört zu bei Nöten und spendet Zuspruch. Aber das ist nicht alles.

Lieutenant-Colonel Nicolas Wenner betonte weiter, dass die Arbeit der Polizisten und Soldaten mit starken Belastungen verbunden sei. Oft würden sie Dinge erleben, die tiefe seelische Wunden schlagen würden. Deshalb sei es wichtig, gemeinsam eine Messe zu feiern und so eine Brücke zum Himmel zu schlagen und gemeinsam neue Kraft zu tanken.

Zum Abschluss richtete auch der Erzbischof von Luxemburg, Jean Claude Hollerich, einige Worte an die Kirchgänger. Für ihn sei die Messe für Armee und Polizei immer ein Highlight der Oktave. Er bedankte sich für den Dienst, den die Ordnungskräfte tagtäglich in Luxemburg und im Ausland im Namen der Heimat und des Friedens leisten.


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