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Polizei-Tesla: kein Strafzettel nach Strompanne
Lokales 19.06.2019

Polizei-Tesla: kein Strafzettel nach Strompanne

Am 22. März blieb der Polizei-Tesla auf der Autobahn stehen. Der Akku war leer.

Polizei-Tesla: kein Strafzettel nach Strompanne

Am 22. März blieb der Polizei-Tesla auf der Autobahn stehen. Der Akku war leer.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 19.06.2019

Polizei-Tesla: kein Strafzettel nach Strompanne

Obwohl dem Polizei-Tesla im März auf der Autobahn der Strom ausging, gibt es für die Fahrer kein Nachspiel. Es wurde nämlich kein Strafzettel ausgestellt. Das Gesetz sieht dies nur im Falle einer Kraftstoff-Panne vor.

(SH) - Wenn einem Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn der Kraftstoff ausgeht, muss er mit einer Geldbuße rechnen. Im Falle des Polizei-Teslas, der am 22. März diesen Jahres auf der Autobahn mit leerem Akku stehen geblieben war, wurde allerdings kein Strafzettel ausgestellt. Dies bestätigt Ressortminister François Bausch (Déi Gréng) in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Sven Clement (Piraten).

Bausch erklärt, dass die Straßenverkehrsordnung vorsieht, dass jeder Verkehrsteilnehmer über eine „ausreichende Kraftstoffreserve“ verfügen muss, um die nächste Tankstelle erreichen zu können. Artikel 156, Punkt 10 des Code de la route beziehe sich derzeit „genau genommen nur auf fossile Energie“, so Bausch weiter. Der Minister bestätigt in seiner Antwort allerdings auch, dass es sich anbieten würde, den Code de la route anzupassen. So müssten, um der eigentlichen Absicht des Artikels nachzukommen, neben dem Kraftstoff sämtliche Energiequellen genannt werden.


Pannen-Tesla war nicht auf Einsatzfahrt
Keine technische Panne, sondern eine Fehleinschätzung des Fahrers war schuld daran, dass der Polizei-Tesla im März auf der Autobahn abgeschleppt werden musste.

Der Polizei-Tesla befand sich am 22. März auf dem Weg zur Batteriewartung, die alle 20 000 Kilometer durchgeführt werden muss. Hierfür müsse die Batterie auf ein Minimum entladen werden, damit sie während einer längeren Zeit bei niedriger Temperatur aufgeladen werden kann, so Bausch.

Um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden, hat die Polizei entschieden, dass jene Strecken, die zurückgelegt werden, um die Batterie zu entladen, in der Umgebung der technischen Dienste erfolgen sollen.


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