Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Polizei stellt Kinderpornografie bei Facebook-Hetzer sicher
Lokales 08.04.2022 Aus unserem online-Archiv
Aktion von Europol

Polizei stellt Kinderpornografie bei Facebook-Hetzer sicher

Der Beschuldigte lebt wegen einer vergangenen Verurteilung in der halb offenen Strafvollzugsanstalt in Givenich.
Aktion von Europol

Polizei stellt Kinderpornografie bei Facebook-Hetzer sicher

Der Beschuldigte lebt wegen einer vergangenen Verurteilung in der halb offenen Strafvollzugsanstalt in Givenich.
Foto: Pierre Matgé/LW-Archiv
Lokales 08.04.2022 Aus unserem online-Archiv
Aktion von Europol

Polizei stellt Kinderpornografie bei Facebook-Hetzer sicher

Durch homophobe Äußerungen fiel der Häftling den Behörden auf. Auf seinem Handy fanden Ermittler unverhofft auch Bilder von Kindesmissbrauch.

(m.r./str) – Aufgrund von homo- und transphoben Äußerungen im Netz, geriet ein Luxemburger Facebook-Nutzer ins Visier der Strafermittlungsbehörden. Bei einer Hausdurchsuchung am Donnerstag wurde auf dem Mobiltelefon des Mannes allerdings nicht nur der strittige Beitrag sichergestellt. Wie die Pressestelle der Justiz auf Nachfrage mitteilt, stellten Beamten der Kriminalpolizei auf dem Gerät des Mannes auch Material sicher, das sexuellen Kindesmissbrauch zeigt. Der Beschuldigte hält sich aufgrund einer vergangenen Verurteilung derzeit im offenen Strafvollzug in Givenich auf. 


Wie hasserfüllte Worte im Internet zu Gewalttaten anstiften
Hass und Erniedrigungen: Sie sind das Vorspiel zur Gewalt. Die Staatsanwaltschaft nimmt Hatespeech im Netz nicht auf die leichte Schulter.

Die Hausdurchsuchung fand im Zuge einer europaweiten koordinierten Aktion von Europol gegen Hassverbrechen statt. In elf Ländern führten Strafermittlungsbehörden am Donnerstag Aktionen gegen 176 Verdächtige durch. Sie sollen durch die Verbreitung von rassistischen und xenophoben Inhalten zu Hass und Straftaten aufgerufen haben. 

So führten die Behörden zum Beispiel in Österreich zwölf Hausdurchsuchungen durch. Neben elektronischen Geräten wurden Waffen und Propagandamaterial sichergestellt. 

Eine Sprecherin der Luxemburger Polizei erklärt indes auf Nachfrage, dass Spezialisten des Service de police judiciaire im Kontext dieser Aktion mehr als ein Dutzend Domains aus dem Bereich der Hassrede an Europol weitergeleitet haben. 

Hassrede melden!

„Hatespeech ist ein ernstes Thema, das die Polizei auch dementsprechend behandelt“, bekräftigt die Sprecherin. „Jeder gemeldete Fall wird von der Polizei untersucht.“ 

Wer selbst Opfer von Hatespeech wird, kann bei der Helpline von BeeSecure über Tel. 8002-1234 oder ein Online-Formular anonym professionelle Hilfe und Beratung in Anspruch nehmen. 

Bei der Stopline von Bee Secure können zudem mutmaßlich strafbare Handlungen gemeldet werden. 

Aber auch die Polizei nimmt Hinweise und gegebenenfalls Strafanzeigen entgegen.  

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema