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Polizei fokussiert sich im Mai auf Radfahrer
Lokales 5 2 Min. 04.05.2021

Polizei fokussiert sich im Mai auf Radfahrer

Vor der Gëlle Fra hat die Polizei gestern ihre Sensibilisierungskampagne gestartet. Sämtliche Radfahrer, die am Infostand der Sicherheitskräfte vorbeifuhren, wurden angehalten und in einem Gespräch für Verkehrsregeln und Sicherheitsvorkehrungen sensibilisiert.

Polizei fokussiert sich im Mai auf Radfahrer

Vor der Gëlle Fra hat die Polizei gestern ihre Sensibilisierungskampagne gestartet. Sämtliche Radfahrer, die am Infostand der Sicherheitskräfte vorbeifuhren, wurden angehalten und in einem Gespräch für Verkehrsregeln und Sicherheitsvorkehrungen sensibilisiert.
Foto: Guy Jallay
Lokales 5 2 Min. 04.05.2021

Polizei fokussiert sich im Mai auf Radfahrer

Erst Prävention, dann Repression: In ihrer allmonatlichen Verkehrssicherheitskampagne befasst sich die Polizei im Mai mit sanfter Mobilität.

(str) - Von 26 tödlichen Verkehrsunfällen waren im vergangenen Jahr bei sieben Motorradfahrern das Opfer, bei vier Fußgänger und bei drei Radfahrer. Bei über der Hälfte der tödlichen Kollisionen waren es demnach schwächere Verkehrsteilnehmer, die ihr Leben ließen. Grund genug für die Polizei, das Ministerium für innere Sicherheit und ProVelo eine gemeinsame Verkehrssicherheitskampagne in die Wege zu leiten.

Schwerpunkt: Einhaltung der Verkehrsregeln

Seit Montag und noch bis kommenden Sonntag will man dabei insbesondere Radfahrer für Gefahren im Verkehr sensibilisieren – und dabei den Akzent auf die Einhaltung der Verkehrsregeln und die Ausstattung beziehungsweise den Zustand der Zweiräder legen. Ein ähnliches Vorgehen kennt man von den gezielten Motorradkontrollen zum Saisonauftakt. Nun werden Radfahrer gezielt angesprochen und ihnen ein Informationsblatt ausgehändigt. 

Bei kleineren Verstößen wird es diese Woche dann auch nur eine mündliche Verwarnung geben. Ab kommenden Montag folgt dann der repressive Teil, wo kein Auge mehr zugedrückt wird. Und, wie bei der Vorstellung der Kampagne mehrfach betont wurde, die Kontrollen würden nicht nur auf die Verstöße der Radfahrer abzielen, sondern auch auf das Verhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer gegenüber Radfahrern. 

Respektvoller Umgang in geteiltem Raum 

„Der öffentliche Raum ist begrenzt und ganz verschiedene Verkehrsteilnehmer müssen hier zusammen auskommen“, betont der Zentraldirektor der Police administrative Pascal Peters vor der Presse. „Deshalb müssen sich alle an die Regeln halten und sich gegenseitig Respekt zollen. Nur so können wir verhindern, dass es zu schweren Unfällen kommt.“ 

„Jeder ist Verkehrsteilnehmer, aber nicht jeder hat die gleiche Wahrnehmung der Gefahr für die anderen“, sagt Pascal Peters von der Polizei.
„Jeder ist Verkehrsteilnehmer, aber nicht jeder hat die gleiche Wahrnehmung der Gefahr für die anderen“, sagt Pascal Peters von der Polizei.
Foto: Guy Jallay

Ein Aspekt, den auch Jo Klein von ProVelo hervorhebt: „Es gibt sehr viele Menschen, die das Fahrrad seit der Pandemie neu entdeckt haben, deshalb ist es wichtig die goldenen Regeln, an die jeder sich halten muss, noch einmal in Erinnerung zu rufen.“ 

Darüber hinaus wollte man auch auf Gefahrensituationen aufmerksam machen. „Jeder ist Verkehrsteilnehmer, aber nicht jeder hat die gleiche Wahrnehmung der Gefahr für die anderen“, führt Pascal Peters aus. 

„Wir wollen deswegen mit unserem Flyer, den wir an Radfahrer verteilen und unseren Botschaften in sozialen Medien, kleine Tipps geben, wie man sich als Radfahrer den Gefahren entziehen kann und Autofahrern zeigen, worauf sie besonders achten sollen.“

Sehen, gesehen werden, Blickkontakt halten

Für Radfahrer sei es beispielsweise sehr wichtig, gesehen zu werden, Blickkontakt zu Autofahrern zu halten und sicherzugehen, dass diese die Absicht des Radfahrers auch verstanden haben. Für Autofahrer hingegen gelte es, respektvollen Abstand zu halten. Tote Winkel seien zudem eine Gefahr, die beide Seiten unbedingt beachten sollten, so Peters.

Der Flyer greife zudem auch die im Verkehrsrecht vorgesehene Grundausstattung für Fahrräder in puncto Sicherheit auf. Auf der Webseite der Polizei würden aber auch andere Mobilitätsformen wie beispielsweise E-Tretroller thematisiert.   

Der Minister für innere Sicherheit, Henri Kox, der mit Polizeieskorte zur Kontrolle kam, hob vor der Presse hervor, dass Radfahrer weit aufmerksamer und voraussehender fahren müssten, als andere Verkehrsteilnehmer, da sie sich bei einer Kollision nur mit ihrem eigenen Körper schützen könnten.
Der Minister für innere Sicherheit, Henri Kox, der mit Polizeieskorte zur Kontrolle kam, hob vor der Presse hervor, dass Radfahrer weit aufmerksamer und voraussehender fahren müssten, als andere Verkehrsteilnehmer, da sie sich bei einer Kollision nur mit ihrem eigenen Körper schützen könnten.
Foto: Guy Jallay


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