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Piloten der Luxemburger Armee: „Wir erfüllen vielfältige Missionen“ 
Lokales 1 2 Min. 05.08.2013

Piloten der Luxemburger Armee: „Wir erfüllen vielfältige Missionen“ 

Der Offizier Gilles Van Dyck wurde am 1. August von Verteidigungsminister Jean-Marie Halsdorf vereidigt.

Piloten der Luxemburger Armee: „Wir erfüllen vielfältige Missionen“ 

Der Offizier Gilles Van Dyck wurde am 1. August von Verteidigungsminister Jean-Marie Halsdorf vereidigt.
Lokales 1 2 Min. 05.08.2013

Piloten der Luxemburger Armee: „Wir erfüllen vielfältige Missionen“ 

Der Offizier Gilles Van Dyck wurde am 1. August von Verteidigungsminister Jean-Marie Halsdorf vereidigt und ist offiziell der zweite Pilot der Luxemburger Armee. Ein eigenes Flugzeug, ein Airbus A400M, wird die Armee im Jahr 2019 erhalten.

Von Christine François

Der Offizier Gilles Van Dyck wurde am 1. August von Verteidigungsminister Jean-Marie Halsdorf vereidigt und ist offiziell der zweite Pilot der Luxemburger Armee. Ein eigenes Flugzeug, ein Airbus A400M, wird die Armee im Jahr 2019 erhalten. Bis zur Auslieferung dieser Maschine fliegt der junge Pilot seine Missionen in einem Flugzeug der belgischen Armee.

Einen Tag nach seiner Vereidigung haben wir Gilles Van Dyck gefragt, wie man eigentlich zum Militärpiloten wird und wie das geplante Militärflugzeug eingesetzt werden soll.

„Bereits im Lyzeum war es mein Traum, Pilot zu werden“, erzählt der Offizier gegenüber dem „Luxemburger Wort“. Van Dyck, der am 19. März 1983 geboren wurde, trat seinen Militärdienst am 8. August 2006 an. Er absolvierte einen Master in „sciences sociales et militaires“ an der Königlichen Militärakademie in Brüssel.

Luxemburg trägt alleine die Kosten für Airbus A400M

Anschließend schloss er jeweils eine zehnmonatige Pilotenausbildung in Beauvechain (Belgien) und in Avord (Frankreich) ab. Der Militärpilot hat also insgesamt eine siebenjährige Ausbildung hinter sich. „Ich bin sehr zufrieden, mich für die Armee entschieden zu haben.

Als Militärpilot kann man vielfältigere Missionen fliegen als ein Zivilpilot“, so Van Dyck. „Gemeinsam mit den Belgiern werden wir viele unterschiedliche Einsatzgebiete anfliegen. Die Missionen bestehen zum Beispiel darin, Material und Truppen zu ihrem Bestimmungsort zu befördern oder Fallschirmspringer zu ihrem Zielgebiet zu bringen“, berichtet der Militärpilot.

Fünf Wochen im Flugsimulator

Bis das Militärflugzeug Airbus A400M im Jahr 2019 an die Luxemburger Armee ausgeliefert wird, wird der junge Pilot keinesfalls die Hände in den Schoß legen: Die Luxemburger Armee habe ein Abkommen mit der belgischen Armee unterzeichnet, das es den Piloten aus Luxemburg erlaubt, mit belgischen Maschinen vom Modell C-130 Hercules zu fliegen und mit ihrer Besatzung zusammenzuarbeiten.

Um die ,Hercules' zu fliegen, habe ich fünf Wochen lang ein spezielles Training auf einem Flugsimulator in den Vereinigten Staaten absolviert. In den nächsten zwei Wochen werde ich mir in Brüssel noch theoretisches Wissen zu den Instrumenten im Flugzeug aneignen“, so Van Dyck. „Danach werde ich stufenweise immer komplexere Missionen trainieren“, fügt er hinzu. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung übernehme Luxemburg die kompletten Kosten für die neue Militärmaschine und teile sie sich keineswegs mit Belgien.

Zusammenarbeit mit der belgischen Luftfahrt

„Einer der Vorteile des neuen Airbus liegt darin, dass neben Pilot und Co-Pilot kein Ingenieur mehr im Cockpit benötigt wird“, erläutert Van Dyck. Das moderne Cockpit mit seinem „Interface“ erlaube es, die Crew auf die beiden Piloten zu beschränken. „Die Maschine erleichtert durch ihre speziellen Eigenschaften auch die Arbeit des ,Loadmasters', der sich im Frachtraum um die Sicherung der Ladung kümmert“, so Van Dyck.

Interessant sei auch zu erwähnen, dass Belgien sieben neue Airbus-Maschinen geordert hat. „Die militärische Luftfahrt Luxemburgs und Belgiens werden sich zu einem einzigen Pool zusammenschließen. Die Besatzung sowie die Flugzeuge werden untereinander gemischt. So kann es dazu kommen, dass zwei Luxemburger in einer belgischen Maschine sitzen oder ein Pilot der Luxemburger Armee mit einem Co-Piloten der belgischen Armee (oder umgekehrt) zusammenarbeitet“, erklärt der Militärpilot. Am vergangenen Donnerstag nahm die französische Armee übrigens die erste Airbus A400M in Empfang.

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