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Pfarrer Robert Sibenaler: „Ein guter Freund und Priester“
Lokales 2 Min. 27.05.2013 Aus unserem online-Archiv

Pfarrer Robert Sibenaler: „Ein guter Freund und Priester“

Robert Sibenaler starb am vergangenen Donnerstag unerwartet im Alter von 72 Jahren.

Pfarrer Robert Sibenaler: „Ein guter Freund und Priester“

Robert Sibenaler starb am vergangenen Donnerstag unerwartet im Alter von 72 Jahren.
Foto: Serge Waldbillig
Lokales 2 Min. 27.05.2013 Aus unserem online-Archiv

Pfarrer Robert Sibenaler: „Ein guter Freund und Priester“

In der Pfarrkirche in Düdelingen wurde am Montag das Seelenamt für Pfarrer Robert Sibenaler gefeiert. Wie beliebt „Sibi“ in der Stadt war, die ihm zu seiner zweiten Heimat geworden war, zeigte die große Anteilnahme der Bevölkerung.

(rsd) - In der Pfarrkirche in Düdelingen wurde am Montagnachmittag das Seelenamt für Pfarrer Robert Sibenaler gefeiert. Wie beliebt „Sibi“, wie er allgemein genannt wurde, in der Stadt war, die ihm zu seiner zweiten Heimat geworden war, zeigte die große Anteilnahme der Bevölkerung.

Das prächtige Gotteshaus, für dessen Renovierung er sich während seiner Amtszeit besonders eingesetzt hatte, erwies sich fast als zu klein, um die zahlreichen Trauergäste aufzunehmen. Unter ihnen waren Premier Jean-Claude Juncker, Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo, Mittelstands- und Tourismusministerin Françoise Hetto-Gaasch, mehrere Abgeordnete, Bürgermeister Alex Bodry, die Schöffen Dan Biancalana und Loris Spina sowie mehrere Ratsmitglieder.

Esch, Walferdingen, Belair, Hollerich, Düdelingen

Pfarrer Robert Sibenaler starb am vergangenen Donnerstag unerwartet im Alter von 72 Jahren. Geboren wurde er am 27. Oktober 1940 in Luxemburg. Die Priesterweihe empfing er am 2. Juli 1966. Bevor er 1986 als Nachfolger von Roger Kayser Pfarrer von Düdelingen wurde, wirkte er in Esch-St.-Henri, Walferdingen, Luxemburg-Belair und Hollerich. Die größte Pfarrei des Landes leitete er während annähernd 27 Jahren. 2012 wurde Robert Sibenaler zum Ehrendomherrn ernannt.

Erzbischof Jean-Claude Hollerich, der das Seelenamt zelebrierte, bezeichnete den Verstorbenen als guten Freund und Pfarrer. Im Chor hatten außerdem sein Vorgänger Mgr. Fernand Franck, Generalvikar Erny Gillen, Dechant Edmond Ries und zahlreiche weitere Geistliche Platz genommen. Auch Vertreter von anderen Konfessionen waren anwesend, um Abschied von Robert Sibenaler zu nehmen.

Alex Bodry: Düdelingen hat einen seiner Besten verloren

Vor dem Beginn des Gottesdienstes würdigte Bürgermeister Alex Bodry die Verdienste von Robert Sibenaler. Düdelingen habe einen seiner Besten verloren, der die Stadt und seine Einwohner ins Herz geschlossen hatte. Alex Bodry bezeichnete den verstorbenen Pfarrer als freundlich, einfach, hilfsbereit und engagiert – Charaktereigenschaften, die ihm die Sympathie und die Anerkennung aller Kreise der Bevölkerung verschafft hätten. Der Bürgermeister würdigte auch die Verdienste von Robert Sibenaler um die Restaurierung der Pfarrkirche und der Orgel.

Auf eine sehr persönliche Art erinnerte Dechant Edmond Ries an die Jahre, die er gemeinsam mit Robert Sibenaler in der Pfarrei Düdelingen verbracht hatte. Er bezeichnete ihn als einen Mann, der Türen öffnete und jedem seinen Platz in der Kirche zuwies. Auch Edmond Ries hob den Einsatz von Robert Sibenaler bei der Restaurierung der Pfarrkirche und der Orgel hervor. Bei der Restaurierung, bei der ein „Ravenna des Nordens“ entstanden sei, habe es ein fantastisches Verhältnis zwischen der Kirche und der Gemeinde Düdelingen gegeben. Weiter bezeichnete Edmond Ries Robert Sibenaler als einen Mann mit Gespür für Kultur, Tradition und Geschichte. Er habe der Kirche Luxemburgs und der Pfarrei Düdelingen ein Gesicht und eine Seele gegeben.