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Petition zum Erhalt der Gebläsehalle geht online
Die Zukunft der Gebläsehalle ist ungewiss.

Petition zum Erhalt der Gebläsehalle geht online

Foto: Guy Jallay
Die Zukunft der Gebläsehalle ist ungewiss.
Lokales 22.04.2018

Petition zum Erhalt der Gebläsehalle geht online

Die Petition zum Erhalt der Gebläsehalle in Belval kann bald unterschrieben werden. Noch ist unklar wie es mit dem imposanten Bau am Fuße der Hochöfen weiter gehen soll.

Wie die Amicale des Hauts-Fourneaux mitteilt, wurde die Petition zum Erhalt der Gebläsehalle in Belval von der zuständigen Parlamentskommission angenommen. Von Dienstag an, kann sie auf der Internetseite des Parlaments unterschrieben werden.

Wie bei allen Unterschriftensammlungen, wird ein Quorum von 4 500 Unterschriften notwendig sein, damit eine Anhörung im Parlament stattfindet. Die Halle ist auch unter dem Namen „All we need“ bekannt, der Ausstellung die im Kulturjahr 2007 dort stattgefunden hat. Seitdem ist sie unbenutzt.

2007 wurde die Ausstellung "All we need" in der Gebläsehalle organisiert.
2007 wurde die Ausstellung "All we need" in der Gebläsehalle organisiert.
Foto:Tessy Hansen

Wind für die Hochöfen

Gebaut wurde sie um 1911. Eigentlich handelt es sich um ein Gebäudeensemble, das aus drei Hallen besteht, die jeweils eine Länge von 160 Metern haben. Bei den drei Gebäudestrukturen handelt es sich um die eigentliche Gebläsehalle (34,9 Meter breit), die Dynamohalle (28,5 Meter breit) und eine mittlere Halle (9,2 Meter breit).

Dort wurde der Wind produziert der zum Anheizen der Hochöfen in Belval notwendig war. Als der letzte Hochofen 1997 stillgelegt wurde, hatte die auch die Gebläsehalle ausgedient.

Wohnungen statt Gebläsehalle?

Die Zukunft der Halle war bereits kürzlich im Parlament besprochen worden, dies im Rahmen einer Fragenstunde. Die LSAP-Abgeordnete und Escher Rätin Taina Bofferdinge hatte das Thema aufgegriffen, nachdem die Rede über ein mögliches Wohnungsbauprojekt am Standort der Halle war.

Viele Ideen

Dies sei aber lediglich eine Überlegung gewesen, so die Antwort von Wohnungsbauminister Marc Hansen. CNCI in der Gebläsehalle? Im Gespräch mit dem LW hatte der Escher Schöffe André Zwally erklärt, dass die Stadt strikt gegen einen Abriss der Gebläsehalle sei. Laut ihm könnte dort das Centre national de la culture industrielle (CNCI) entstehen, das in Belval vorgesehen, aber aus budgetären Gründen auf Eis gelegt wurde.

Laut dem „Bid book“ für „Esch 2022“, dem Kandidaturschreiben der Stadt Esch für das Kulturjahr, soll die Halle 2022 eine zentrale Rolle spielen und langfristig eventuell eine Académie des Arts beherbergen.

Anfang März war dem LW vom Kulturministerium bestätigt worden, dass noch keine Entscheidung zur Zukunft der Gebläsehalle getroffen wurde. 


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