Petition Nummer 697

Für ein Jagdverbot in Wohngebieten

Petition Nummer 697 verlangt ein Verbot der Jagd innerhalb von Wohngebieten.
Petition Nummer 697 verlangt ein Verbot der Jagd innerhalb von Wohngebieten.
Foto: John Lamberty

(jag) - Die Untersuchungen laufen noch nachdem am Samstag eine Frau in Fentingen auf ihrer Terrasse von einem Projektil getroffen wurde. Im Verdacht stehen weiterhin fünf Jäger welche in der Nähe in einem Maisfeld Wildscheine erlegten. Die 48-jährige Belgierin wurde nach dem Zwischenfall operiert, ihr Kiefer wurde zertrümmert.

Die Jäger befanden sich rund 500 Meter von den ersten Wohnhäusern entfernt und handelten in diesem Sinne komplett legal. In Luxemburg ist keine Mindestdistanz zwischen Wohngebieten und Jagdaktivitäten vorgeschrieben, selbst innerhalb eines Dorfes kann es ausnahmsweise zu Jagdszenen kommen. Allerdings sind die Jäger gehalten, keine Schüsse in Richtung von Siedlungen oder Wohnhäusern abzugeben. Zudem müssen sie sicherstellen, dass die Kugel von oben nach unten in den Boden geschossen wird.

In diesem Zusammenhang wurde bereits am zehnten August, also lange vor diesem Vorfall, eine Petition eingereicht. Jacques Schuler verlangt mit Petition Nummer 697  eine Anpassung des Jagdgesetzes. Er sei zwar nicht prinzipiell gegen die Jagd, verlange aber striktere Sicherheitsregeln. So soll der Gebrauch von jeglichen Schusswaffen innerhalb eines Radius von rund 300 Metern um Wohngebiete herum zu verbieten. Schuler hatte erlebt wie ein Rehkitz in einem Feld praktisch vor seiner Haustür erlegt wurde. Der Jäger hatte seinen Schuss dabei laut Petitionär parallel zu den Wohnhäusern abgegeben.