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"Petite Marquise" steht vor der Versteigerung
Lokales 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

"Petite Marquise" steht vor der Versteigerung

Für das heruntergekommene ehemalige Hotel könnte sich schon bald ein Käufer finden.

"Petite Marquise" steht vor der Versteigerung

Für das heruntergekommene ehemalige Hotel könnte sich schon bald ein Käufer finden.
Guy Jallay
Lokales 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

"Petite Marquise" steht vor der Versteigerung

Wieder einmal sorgt die „Petite Marquise“ in Echternach für Gesprächsstoff. Diesmal spielt allerdings nicht der desolate Zustand des ehemaligen Hotels die Hauptrolle, sondern der Fakt, dass das Gericht auch in letzter Instanz die Miteigentümerschaft zwischen den beiden zerstrittenen Brüdern aufgehoben hat.

(nas) - Wieder einmal sorgt die „Petite Marquise“ in Echternach für Gesprächsstoff. Diesmal spielt allerdings nicht der desolate Zustand des ehemaligen Hotels die Hauptrolle, sondern der Fakt, dass das Gericht auch in letzter Instanz die Miteigentümerschaft („indivision“) zwischen den beiden zerstrittenen Brüdern aufgehoben hat. Durch diese Teilung könnte das Gebäude bald versteigert werden.

Wie Maître Pascal Peuvrel, Anwalt einer der beiden Eigentümer, gegenüber dem „Luxemburger Wort“ erklärte, sei das diesbezügliche Urteil am 28. Oktober gesprochen wurden. Dabei sei unter anderem der Verkauf des Gebäudes durch die Teilung der Besitzverhältnisse festgelegt worden. Obwohl es noch vor einiger Zeit einen Kaufinteressenten gegeben habe, sei dem Anwalt derzeit niemand bekannt, der das Hotel kaufen wolle, auch nicht einer der Besitzer. In puncto Versteigerung erklärte Me Peuvrel, dass man einen Notar mit dem Verkauf beauftragen werde. Voraussichtlich im ersten Trimester des kommenden Jahres könnte die Versteigerung über die Bühne gehen, hieß es.

Es kommt Bewegung ins Spiel

„Durch das Urteil kommt endlich Bewegung ins Spiel“, betonte Bürgermeister Théo Thiry auf Anfrage. Das Problem sei damit allerdings noch nicht gelöst. Immerhin hänge vieles vom aktuellen Zustand des gesamten Areals ab, und davon, was der neue Investor tun möchte. Fest stehe, dass dieser viel Mut brauche, ein solches Projekt anzugehen, erklärte das Gemeindeoberhaupt weiter.

Die Gemeinde werde aber keine Auflagen über die Vorgehens- und Planweise des künftigen Besitzers festlegen. „Wir haben jetzt solange darauf gewartet, dass etwas passiert, dass wir, falls ein anständiger Vorschlag vorliegt, uns auch noch etwas länger gedulden können“, so Thiry. Probleme gebe es, wenn einer der jetzigen Besitzer das Hotel zurückersteigere, denn dann sei „das Problem überhaupt nicht gelöst“.

Intra Muros hofft auf Ende der "unendlichen Geschichte"

Auch die Interessengemeinschaft „Intra Muros“ meldete sich nun erneut in einer Pressemitteilung zu Wort: „Es bleibt zu hoffen, dass die seit 1996 andauernde traurige, ,unendliche' Geschichte der ,Marquise' nun endlich einer Lösung zugeführt werden kann“. Für „Intra Muros“ könnte diese Versteigerung für Aufbruchstimmung in Echternach sorgen und der Schaffung eines attraktiven Stadtzentrums stünde ebenso nichts mehr im Wege. Weiter heißt es, dass „die Instandsetzung oder der Neubau der Immobilie sich harmonisch in den Marktplatz einfügen müssen.“