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Pestizide im Trinkwasser: Jede dritte Trinkwasserquelle belastet
Lokales 04.11.2014

Pestizide im Trinkwasser: Jede dritte Trinkwasserquelle belastet

Rund ein Drittel unserer Frischwasserquellen sind übermäßig mit Pestiziden belastet.

Pestizide im Trinkwasser: Jede dritte Trinkwasserquelle belastet

Rund ein Drittel unserer Frischwasserquellen sind übermäßig mit Pestiziden belastet.
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Lokales 04.11.2014

Pestizide im Trinkwasser: Jede dritte Trinkwasserquelle belastet

Die Analysenergebnisse des Wasserwirtschaftsamtes zeigen das ganze Ausmaß der Problematik. In 37 Gemeinden muss der Grenzwert ausgesetzt werden. Die Belastung des Stausees hat dagegen deutlich abgenommen.

(jag) - In 37 Gemeinden des Landes gilt eine Ausnahmeregelung für den Pestizid-Grenzwert von 100 Nanogramm pro Liter, weil die Quellen zu sehr belastet sind und es keine Ausweichmöglichkeiten gibt. Umweltministerin Carole Dieschbourg stellte am Dienstag aber klar, dass diese Grenzwerte keine toxikologische Bedeutung haben, sondern ideelle Grenzwerte sind, um das Trinkwasser möglichst unbelastet zu lassen. In den betroffenen Gemeinden bleibt das Trinkwasser also weiterhin unbedenklich. In anderen Gemeinden wird entweder Quellwasser beigemischt oder belastete Quellen wurden ganz geschlossen, dies ist in neun Gemeinden der Fall.

75 Prozent der Quellen belastet

Nachdem Abbaustoffe des Pestizides Metazachlor im Grundwasser entdeckt wurden, ließ das Umweltministerium eine nationale Analysekampagne anlaufen. Im Oktober wurden 130 Proben in 49 Gemeinden entnommen, aktiv gesucht wurde nach 16 Substanzen, die häufig in Pestiziden vorkommen. Die Resultate zeigen, dass ein Drittel der Quellen so pestizidbelastet ist, dass der Grenzwert nicht mehr eingehalten wird. In 75% der Quellen wurden Spuren von Pestiziden gefunden, ohne dass aber der Grenzwert erreicht wurde. Besonders Metazachlor und seine Abbaustoffe wurden in mehr als der Hälfte aller Proben nachgewiesen.

Das Umweltministerium will jetzt rasch handeln: Das Ausweisen von neuen Schutzzonen, vor allem aber der Dialog mit der Landwirtschaft und eventuelle Verbote einzelner Pestiziden gehören zu den geplanten Maßnahmen. Eine eigene "Task Force" Pestizide wurde zu diesem Zweck eingesetzt.        

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