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Pestizide im Trinkwasser: Ist Mineralwasser die bessere Alternative?
Lokales 29.11.2014

Pestizide im Trinkwasser: Ist Mineralwasser die bessere Alternative?

Mineralwasser darf im Gegensatz zum Leitungswasser nicht aufbereitet werden.

Pestizide im Trinkwasser: Ist Mineralwasser die bessere Alternative?

Mineralwasser darf im Gegensatz zum Leitungswasser nicht aufbereitet werden.
Serge Waldbillig
Lokales 29.11.2014

Pestizide im Trinkwasser: Ist Mineralwasser die bessere Alternative?

Das Vertrauen in die Sauberkeit des Trinkwassers schwindet, nachdem in Quellen Pestizidrückstände gefunden wurde. Zur Wasserflasche zu greifen, scheint die logische Konsequenz zu sein. Dabei gelten hier weniger strenge Richtlinien.

(mh) - Sollte der Verbraucher nun, nachdem Pestizide im Trinkwasser nachgewiesen wurden, nur noch in Flaschen abgefülltes Wasser aus dem Supermarkt trinken? „Das meiste Mineralwasser dürfte als Leitungswasser erst gar nicht an die Haushalte verteilt werden“, betont Jean-Paul Lickes, Direktor des Wasserwirtschaftsamtes.

Zwar muss, was als Mineralwasser verkauft wird, von natürlicher Reinheit sein, es darf also nicht mit durch den Menschen verursachten Verunreinigungen belastet sein. Doch grundsätzlich gelten fürs Leitungswasser strengere Richtlinien, was die chemischen und mikrobiologischen Grenzwerte anbelangt. „Mineralwasser überschreitet allein geologisch bedingt meist schon gewisse Grenzwerte“, so Jean-Paul Lickes. „Einige Mineralwasser enthalten zum Beispiel zu viel Arsen und Fluor.“

Mineralwasser darf im Gegensatz zum Leitungswasser auch nicht aufbereitet werden. Die Gemeinden garantieren, dass das Wasser, das bei jedem zu Hause aus dem Wasserhahn läuft, keine gesundheitlichen Risiken birgt. Die Hersteller von Mineralwasser übernehmen lediglich die Verantwortung für die Qualität bei der Abfüllung.

Auf dem Weg zum Konsumenten können sich in den Flaschen aber Keime bilden. Während der Lagerung sind sie zudem äußeren Einflüssen ausgesetzt: „Wir hatten schon Wasserproben aus Kunststoff-Flaschen, die an Tankstellen verkauft wurden, in denen wir Rückstände von Benzin gefunden haben“, berichtet Jean-Paul Lickes. Der Grund: Polyethylenterephthalat, kurz PET, ist für Gase durchlässig.

Mehr zum Thema:

Unser Dossier zum Thema "Pestizide im Wasser" finden Sie, wenn Sie auf diesen Link klicken.

Dieser Artikel erschien zunächst im Télécran Nr. 46 (8. bis 14. November).


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