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Pascal Thinnes zum ACEL-Präsidenten gewählt
Lokales 4 2 Min. 26.12.2018

Pascal Thinnes zum ACEL-Präsidenten gewählt

Traditionell treffen sich am zweiten Weihnachtsfeiertag die Vertreter der Luxemburger Studentenvereinigungen, um den neuen Vorstand der ACEL zu wählen.

Pascal Thinnes zum ACEL-Präsidenten gewählt

Traditionell treffen sich am zweiten Weihnachtsfeiertag die Vertreter der Luxemburger Studentenvereinigungen, um den neuen Vorstand der ACEL zu wählen.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 4 2 Min. 26.12.2018

Pascal Thinnes zum ACEL-Präsidenten gewählt

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Die Association des cercles d'étudiants luxembourgeois (ACEL) hat einen neuen Vorstand: Pascal Thinnes ist seit der Generalversammlung am Mittwoch der neue Präsident.

Neues Jahr, neue Herausforderung - zumindest für Pascal Thinnes wird das 2019 wohl gelten. Denn der 25-Jährige wurde am Mittwoch auf der Generalversammlung der Associaton des cercles d'étudiants luxembourgeois (ACEL) zum neuen Präsidenten gewählt. Gemeinsam mit 13 anderen Vorstandsmitgliedern wird er künftig die Geschicke des gemeinnützigen Vereins leiten, der sich für die Interessen von Luxemburger Studenten einsetzt.

Pascal Thinnes studiert in Kaiserslautern, wo er einen Master in Bauingenieurwesen macht. Der neue Präsident ist bereits seit zwei Jahren im Vorstand der ACEL und hat bisher den Posten des Vizepräsidenten mit zwei anderen Vorstandsmitgliedern übernommen. 

Praktika für Studenten

Die ACEL will sich auch im kommenden Jahr weiter für eine Reform des Praktikumgesetzes für Studenten einsetzen und dafür sorgen, dass junge Menschen in Luxemburg auch ein Praktikum machen können, wenn sie nicht an einer Universität eingeschrieben sind. Denn an vielen Fakultäten ist ein Vor-Praktikum bei der Anmeldung Pflicht – Studieninteressierte müssen also praktische Erfahrung gesammelt haben, um überhaupt an der Universität aufgenommen werden zu können.


Two young female technicians working in a hospital workshop
Der Weg in die Arbeitswelt
Arbeitsminister Nicolas Schmit (LSAP) will das Praktikum per Gesetz klarer regeln und eine Praktikumskultur fördern. Gefahren, dass Studierende als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden, sieht er nicht.

Außerdem wollen viele Studenten laut ACEL die Zeit zwischen dem Ende des Bachelorstudiums und dem Beginn eines Masterstudiums für ein Praktikum nutzen – was nicht immer möglich ist, wenn sie in diesem Zeitraum nicht an einer Universität immatrikuliert sind.

Student für einen Tag

Ein weiteres Projekt, das Pascal Thinnes für 2019 besonders am Herzen liegt: Die Initiative „Student fir 1 Dag“. Unter diesem Motto werden jedes Jahr in den Osterferien Tagesreisen von der ACEL in Zusammenarbeit mit den örtlichen Studentenvereinigungen organisiert. Während dieser haben Schüler die Möglichkeit, erste Uniluft zu schnuppern.

Auf dem Programm stehen Besichtigungen der Universitäten inklusive Campus, Bibliothek oder Seminarräumen. Sie werden von den Vorstandsmitgliedern der örtlichen Studentenvereinigungen organisiert. Von ihnen erhalten Studieninteressierte Informationen aus erster Hand – ein Konzept, das augenscheinlich aufgeht. Denn in diesem Jahr haben sich mehr Schüler als je zuvor für die Reisen angemeldet: Insgesamt 345. Im Jahr 2017 waren es 250 Teilnehmer.

Wohl auch deshalb will die ACEL im kommenden Jahr das Angebot von 14 auf 20 Städte ausweiten. Dann können zusätzlich Freiburg, Innsbruck, München, Wien, Zürich und die Universität in Luxemburg besichtigt werden. Wie genau die Reisen in die weiter entfernten Städte ablaufen werden, bleibt laut Pascal Thinnes noch zu klären.

Vier Tage in Aachen

Nach einem Rückblick auf das Jahr 2018 wurde es spannend bei der Wahl des Austragungsortes der Réunion européenne des étudiants luxembourgeois (REEL) im kommenden Jahr. Denn es standen gleich zwei Städte zur Wahl: Aachen und Straßburg. Das Rennen machte Aachen, die REEL wird dort vom 3. bis zum 6. Oktober stattfinden. Die Studenten können sich damit auf vier abwechslungsreiche Tage freuen, denn auf dem Programm steht eine Auswahl verschiedener Besichtigungen - beispielsweise des Fraunhofer Instituts, des Aachener Doms oder des Kraftwerks Weisweiler - sowie Workshops der ACEL und eine Diskussionsrunde mit Luxemburger Politikern.

In diesem Jahr fand die REEL in Brüssel statt. Die Studenten hatten dabei offensichtlich Spaß, wie der anekdotenreiche Rückblick zeigte. Der Spaß wird auch im neuen Jahr bei der ACEL nicht zu kurz kommen. Denn der Verein wird 2019 Grund zur Freude haben: Seit 35 Jahren besteht die ACEL dann schon. Das Jubiläum wird voraussichtlich am 9. November 2019 gefeiert.



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