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Pädophilie-Prozess: Lehrer muss in Haft
Die Berufungsfrist beträgt 40 Tage.

Pädophilie-Prozess: Lehrer muss in Haft

Foto: Lex Kleren
Die Berufungsfrist beträgt 40 Tage.
Lokales 21.02.2019

Pädophilie-Prozess: Lehrer muss in Haft

Acht Jahre Gefängnis, davon fünf auf Bewährung: So lautete am Donnerstag das Urteil gegen den ehemaligen Lehrer aus Bissen, der sich wegen unsittlichen Verhaltens vor Gericht verantworten musste.

Acht Jahre Gefängnis, wovon fünf unter Auflagen zur Bewährung ausgesetzt wurden, und eine Geldstrafe von 1.000 Euro: Dazu wurde nun am Donnerstag ein ehemaliger Lehrer aus Bissen verurteilt, der sich wegen unsittlichen Verhaltens vor Gericht verantworten musste. Zu den Auflagen zählt, dass sich der Angeklagte in psychiatrische Behandlung begibt und dies auch monatlich attestiert. Zudem darf er bis zu seinem Lebensende keiner Arbeit oder sonstigen Betätigung nachgehen, bei der er Umgang mit Minderjährigen hat. Auch darf er während zehn Jahren keinen Unterricht mehr halten.


Der Lehrer unterrichtete in der Grundschule von Bissen, wurde jedoch aufgrund der Vorwürfe im Januar 2016 vom Dienst suspendiert.
Vom Klassenzimmer in den Gerichtssaal
Er soll mehrere minderjährige Schülerinnen unsittlich berührt haben. Deshalb muss sich ein ehemaliger Lehrer aus Bissen in dieser Woche vor Gericht verantworten. Es ist kein Einzelfall.

Der 43-jährige Patrick M. hatte zwischen 2003 und 2015 im Schwimmbad sowie bei Schulausflügen etwa zehn Jahre alte Schülerinnen gefilmt, als diese nackt waren. Einigen von ihnen hatte er nach einem Spaziergang im Wald befohlen, sich nach dem Duschen unbekleidet auf ihr Bett zu legen und auf ihn zu warten, damit er sie auf Zecken untersuchen könne. Tatsächlich hatte er die Gelegenheit aber genutzt, um ihren Intimbereich zu filmen.

Zehn Nebenklägern wurde Schadenersatz in Höhe von insgesamt 17.500 Euro zugesprochen. Zudem muss der Beschuldigte für Verfahrenskosten von rund 17.000 Euro aufkommen.

Vor Gericht hatte der Angeklagte bis zuletzt abgestritten, pädophile Tendenzen zu haben und sprach von artistischen Nacktaufnahmen. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft hatte eine zwölfjährige Freiheitsstrafe gefordert.

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, alle Parteien haben nämlich 40 Tage Zeit, um Berufung gegen die Entscheidung aus erster Instanz einzulegen.

Ist das Urteil bis rechtskräftig, droht dem Lehrer zudem noch ein Disziplinarverfahren. Sollte es bei einer festen Haftstrafe von mehr als einem Jahr bleiben, wird er seinen Staatsbeamten-Status verlieren.

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