Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Pädophilie-Prozess: Es bleibt bei einer Haftstrafe
Lokales 05.11.2019

Pädophilie-Prozess: Es bleibt bei einer Haftstrafe

Der Lehrer unterrichtete in der Grundschule von Bissen, wurde jedoch aufgrund der Vorwürfe im Januar 2016 vom Dienst suspendiert.

Pädophilie-Prozess: Es bleibt bei einer Haftstrafe

Der Lehrer unterrichtete in der Grundschule von Bissen, wurde jedoch aufgrund der Vorwürfe im Januar 2016 vom Dienst suspendiert.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 05.11.2019

Pädophilie-Prozess: Es bleibt bei einer Haftstrafe

Wegen der Herstellung von kinderpornografischem Material und des Angriffs auf die Schamhaftigkeit wurde ein ehemaliger Lehrer aus Bissen nun auch in zweiter Instanz zu einer Haftstrafe verurteilt.

(SH) - Für den ehemaligen Lehrer aus Bissen, der sich wegen unsittlichen Verhaltens vor Gericht verantworten musste, bleibt es bei einer achtjährigen Freiheitsstrafe. Die Richter aus zweiter Instanz entschieden jedoch, sechs statt fünf Jahre davon unter Auflagen zur Bewährung auszusetzen. 

In den weiteren Punkten bestätigten die Berufungsrichter das Urteil aus erster Instanz. So darf Patrick M. nie wieder eine Aktivität ausüben, bei der er mit Minderjährigen in Kontakt kommt.

Der Angeklagte hatte die Richter während des Berufungsverfahrens gebeten, keine feste Haftstrafe gegen ihn auszusprechen. Er habe eine Familie, die ihn brauche, so Patrick M. 

Mehrere Vorfälle

Der ehemalige Lehrer hatte in den Jahren 2007, 2009 und 2015 während Schulausflügen am Stausee den Intimbereich von insgesamt zehn Mädchen heimlich gefilmt. Zudem soll er einige unter ihnen unter dem Vorwand einer Zeckenuntersuchung im Intimbereich angefasst haben. Des Weiteren hatte er 2013 in einem Schwimmbad Aufnahmen von drei Mädchen und einem Jungen gemacht, als diese sich umzogen. Neben dem Tatbestand der Herstellung von kinderpornografischem Material sei somit auch jener des Angriffs auf die Schamhaftigkeit erfüllt, hatte die Vertreterin der Generalstaatsanwaltschaft während der Verhandlung erklärt. 


Der Mann war nach Bekanntwerden der Vorwürfe versetzt und suspendiert worden.
Pädophilie-Prozess: Das zweite Urteil kommt
Im Prozess gegen den ehemaligen Lehrer aus Bissen, dem unsittliches Verhalten vorgeworfen wird, ergeht am Dienstag das Berufungsurteil. In erster Instanz war er zu acht Jahren Haft verurteilt worden.

Rechtsgültig ist das Urteil aus zweiter Instanz noch nicht. Denn noch besteht die Möglichkeit, innerhalb einer Frist von 30 Tagen einen Antrag auf Kassation zu stellen. Dabei wird allerdings nicht mehr über die Schuldfrage verhandelt, sondern nur noch analysiert, ob alle Rechtsprinzipien gewahrt wurden. Der Verteidiger von Patrick M. hatte während des Berufungsverfahrens betont, dass nicht alle Rechte seines Mandanten gewahrt worden waren. So habe dieser sich etwa während der Ermittlungen nicht zu allen Vorwürfen äußern können.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Vom Klassenzimmer in den Gerichtssaal
Er soll mehrere minderjährige Schülerinnen unsittlich berührt haben. Deshalb muss sich ein ehemaliger Lehrer aus Bissen in dieser Woche vor Gericht verantworten. Es ist kein Einzelfall.
Der Lehrer unterrichtete in der Grundschule von Bissen, wurde jedoch aufgrund der Vorwürfe im Januar 2016 vom Dienst suspendiert.
Gut gegessen und nichts gezahlt
Er genoss sein Menü und gönnte sich Wein. Wenn es um die Rechnung ging, war aber Schluss mit lustig. Denn der Mann zahlte nicht. Aus Protest, weil ihm sein Vormund nicht ausreichend Geld gab. Nun stand er vor Gericht.
601160981
Ex-Pfarrer vor Kassationshof
Sieben Jahre Gefängnis auf Bewährung. So lautete das Urteil gegen den ehemaligen Pfarrer von Belair wegen sexueller Handlungen mit einem 14-Jährigen. Nun ist der Kassationshof mit dem Fall befasst.
Das Urteil des Kassationshofs ergeht am 28. Juni.
Zöllner angefahren: Kassationshof entscheidet
Bleibt es für Jérémy L., der im Oktober 2013 einen Zollbeamten angefahren hatte, bei einer achtjährigen Haftstrafe oder wird der Fall neu verhandelt? Diese Entscheidung werden die Kassationsrichter am Donnerstag bekanntgeben.
Am 18. Oktober 2013 fuhr Jérémy L. einen Zollbeamten auf der Aire de Capellen um.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.