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Ordnungskräfte stellten im Vorjahr 650.000 Strafzettel aus
Lokales 28.04.2021

Ordnungskräfte stellten im Vorjahr 650.000 Strafzettel aus

Gebührenpflichtige Verwarnungen sind für die Gemeinden ein einträgliches Geschäft - im Krisenjahr 2020 gingen die Einnahmen allerdings zurück.

Ordnungskräfte stellten im Vorjahr 650.000 Strafzettel aus

Gebührenpflichtige Verwarnungen sind für die Gemeinden ein einträgliches Geschäft - im Krisenjahr 2020 gingen die Einnahmen allerdings zurück.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 28.04.2021

Ordnungskräfte stellten im Vorjahr 650.000 Strafzettel aus

Jörg TSCHÜRTZ
Jörg TSCHÜRTZ
Polizei, Gemeinden und Zoll ließen auch 2020 bei Verkehrsverstößen nicht locker. Durch die Krise sanken jedoch die Einnahmen aus Strafzetteln.

Polizisten und Gemeindebeamte in Luxemburg haben im Vorjahr erneut fleißig Strafzettel ausgestellt. Insgesamt 650.000 Mal griffen die Ordnungskräfte in die Tasten, um Parksünder oder Schnellfahrer aus dem In- und Ausland zu verwarnen. Hinzu kommen knapp 5700 „Avertissements taxés“, die zwischen 1. Januar und 31. Dezember 2020 von Zollbeamten geschrieben wurden.  

Allein die Zahl der von Gemeindebeamten ausgestellten Strafzettel ist zwischen 2013 und 2019 um 64 Prozent angestiegen, wie aus einer gemeinsamen Antwort der Minister Henri Kox (Déi Gréng, Innere Sicherheit) und Pierre Gramegna (DP, Finanzen) auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Marc Goergen (Piraten) hervorgeht. Das macht sich natürlich in den Budgets der Kommunen  bemerkbar: 4,8 Millionen Euro an Zusatzeinnahmen durch Strafzettel verbuchten die Gemeindekassiere im Jahr 2019. 

Der Großteil davon – 3,2 Millionen Euro – landete auf dem Konto der Stadt Luxemburg. Aber auch in Städten wie Ettelbrück und Grevenmacher bekam im Lauf des Jahres 2019 statistisch gesehen jeder Einwohner zumindest ein Knöllchen unter das Wischerblatt geklemmt.

2020 gingen die Gesamteinnahmen durch Verkehrswidrigkeiten im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 820.000 Euro zurück. Der Einbruch erklärt sich vermutlich durch die Corona-Krise: Wegen Lockdowns und Geschäftsschließungen dürften 2020 weniger Autos – und somit auch weniger Parksünder – in größeren Kommunen wie Luxemburg-Stadt, Esch/Alzette oder Differdingen unterwegs gewesen sein. 

Auf die Zahlungsmoral hat sich die Krise allerdings nicht positiv ausgewirkt: Ein Fünftel der verschickten gebührenpflichtigen Verwarnungen war bis vergangene Woche noch nicht bezahlt.

 

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