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Oft sonnig, zeitweise stürmisch
Lokales 2 Min. 04.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Oft sonnig, zeitweise stürmisch

Mit bis zu 116 km/h blies der Wind am 23. September - und sorgte damit für einige Schäden.

Oft sonnig, zeitweise stürmisch

Mit bis zu 116 km/h blies der Wind am 23. September - und sorgte damit für einige Schäden.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 04.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Oft sonnig, zeitweise stürmisch

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Warm, sonnig und trocken zeigte sich das Wetter im September. Lediglich das vorletzte Wochenende des Monats tanzte aus der Reihe und sorgte mit Unwettern und Sturm für ungemütliche Stunden.

Eigentlich zählt der September für Wetterexperten bereits zum Herbst. Davon war in den vergangenen Wochen jedoch recht wenig zu sehen. Vielmehr war es, wie bereits in den Vormonaten, wärmer, sonniger und trockener als dies zu erwarten war.

Wie extrem die Temperaturen in den vergangenen Monaten von den Durchschnittswerten abwichen, belegt ein Blick in die Statistiken. Seit Beginn des Jahres wurden an der Station des staatlichen Wetterdienstes Meteolux in Findel 76 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad Celsius gemessen. Dies ist das erste Mal seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1947, dass es in einem Jahr mehr als 70 Sommertage gibt. Den Rekord hielt bisher das Jahr 2003 (63 Tage), gefolgt von 1976 (54) und 1947 (51). In diesen Jahren waren extreme Hitzewellen verzeichnet worden. Eine solche hatte es 2018 nicht gegeben. Vielmehr hatte sich der Sommer in der Dauer eingeschrieben: Es war an vielen Tagen warm, ohne dass dabei jedoch extrem hohe Werte gemessen wurden. Nur an 14 Tagen überschritt das Thermometer die 30-Grad-Marke. Rang sechs seit 1947.


Erster Herbststurm zieht übers Land
Vor Windspitzen bis zwischen 90 und 100 km/h hatte der staatliche Wetterdienst Meteolux gewarnt. Und so sollte es auch kommen.

Im September war dies kein einziges Mal der Fall. Maximale 28,9 Grad Celsius wurden am 18. Tag des Monats in Findel gemessen. An weiteren sechs Tagen war es ebenfalls wärmer als 25 Grad. Im Schnitt wurden unterdessen 15,6 Grad gemessen, dies sind 1,7 Grad mehr als im langjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010. Am kältesten war es unterdessen am 26. September mit einer Minimaltemperatur von 3,3 Grad Celsius in Findel. Tiefere Temperaturen waren in einigen Gegenden des Landes durchaus möglich.

Unwetter und Sturm

Der September war alles in allem jedoch nicht nur zu warm, das Wetter zeigte sich auch weitaus sonniger, als dies zu erwarten war. 229,4 Sonnenscheinstunden sind deren fast 70 mehr als im langjährigen Schnitt (161,9). Nur an einem einzigen Tag war die Sonne komplett von Wolken bedeckt.

Zudem war es trocken. 22,2 Liter Niederschlag pro Quadratmeter entsprechen nicht einmal einem Drittel des Normalwertes (75,4). Aufgeteilt hat sich der Regen auf fünf Tage, wobei jedoch alleine am 23. September 17,8 Liter gemessen wurden. Es war der Tag, an dem Unwetter den Rettungsdiensten einiges abverlangten, immerhin blies der Wind in Findel mit maximal 116,6 km/h – ein absoluter Rekord für einen September.

Gewittertage wurden im vergangenen Monat zwei verzeichnet, Nebel wurde an der Meteolux-Station nicht registriert.

Während sich das Wetter in den vergangenen Tagen eher unbeständig zeigte, soll es Ende der Woche wieder besser werden. Bei Temperaturen um 20 Grad Celsius ist laut aktuellen Voraussagen mit Sonnenschein zu rechnen. Zu Niederschlag soll es erst wieder in der Nacht zum Sonntag kommen.


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