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„Office national du tourisme“ (ONT) zieht Bilanz: Kleines, aber feines Luxemburg
Es kommen wieder mehr Touristen nach Luxemburg.

„Office national du tourisme“ (ONT) zieht Bilanz: Kleines, aber feines Luxemburg

Foto: Gerry Huberty
Es kommen wieder mehr Touristen nach Luxemburg.
Lokales 3 Min. 25.03.2015

„Office national du tourisme“ (ONT) zieht Bilanz: Kleines, aber feines Luxemburg

Es kommen wieder mehr Touristen nach Luxemburg. Auch in den kommenden Jahren sollen die Zahlen weiter steigen.

(AH) - Es kommen wieder mehr Touristen nach Luxemburg. Auch in den kommenden Jahren sollen die Zahlen weiter steigen. Allein mit den Werbekampagnen des „Office national du tourisme“ konnten im vergangenen Jahr 110 Millionen Personen erreicht werden.

Luxemburg ist ein erstklassiges Tourismusland, wie auf der Generalversammlung des ONT am Mittwoch deutlich wurde. Mit seinen kontrastreichen Landschaften, historischen Sehenswürdigkeiten, zahlreichen Wandermöglichkeiten und Freizeitaktivitäten zog das Großherzogtum im vergangenen Jahr mehr Besucher an als je zuvor.

„Die Hotels, Herbergen und Campingplätze verzeichneten in 2014 insgesamt 2,7 Millionen Übernachtungen – das sind 4,5 Prozent mehr als noch im Jahr 2013. Mit 2,7 Prozent mehr Hotelübernachtungen wurde ein neuer Rekord erreicht. Auch die Campingbetreiber durften sich mit 9,5 Prozent mehr Übernachtungen über eine erfolgreiche Saison 2014 freuen. Rückläufig war das Jahr aber für die Jugendherbergen, hier wurden 1,5 Prozent weniger Übernachtungen gezählt“, erklärt Anne Hoffmann, Generaldirektorin des „Office national du Tourisme“.

Luxemburg in der Welt
 bekannter machen

Um das Image des Großherzogtums aufzuwerten, will die Regierung aus Luxemburg bekanntlich eine Marke machen. Auch der Tourismus trägt einen großen Teil zum sogenannten „Nation branding“ bei. Mit Werbekampagnen, wie „Entdecke Luxemburg überraschend anders“, einer modernen Online-Vermarktung, zahlreichen Aktionen und Initiativen wurde in den vergangenen Jahren bereits versucht, dem Fremdenverkehr neues Leben einzuhauchen und Luxemburg in der weiten Welt bekannter zu machen. Ein Engagement, das vergangenes Jahr seine Früchte trug und in Zukunft stärker hervorgehoben werden soll.

Einen bemerkenswerten Erfolg verbuchte das Internetportal visitluxembourg.com. Dieses wurde vergangenes Jahr 2 678 608-mal aufgerufen – das ist fast doppelt so oft wie im Jahr 2013. Die Seite wurde im Schnitt 7 338-mal am Tag besucht. Dank einer starken Präsens des ONT in sozialen Netzwerken wie Facebook, Youtube und Twitter, zählte das Portal zusätzliche 14 079 Besucher. Des Weiteren wurden 24 944 Broschüren von der Internetseite heruntergeladen.

„Citytrips“, „Aktiv in der Natur“, der Geschäftstourismus und der Campingurlaub sind nach wie vor die Themenschwerpunkte, mit denen das ONT laut Generaldirektorin Anne Hoffmann in diesem und den kommenden Jahren Touristen ins Großherzogtum locken möchte. Kurztrips sind bei Urlaubern sehr beliebt. Auch in Luxemburg liegen sie im Trend. Viele Urlauber wollen möglichst viel sehen, viel erleben und das in nur wenigen Tagen.

Das Markenimage des Landes mehr fördern

Medienpräsens im In- und Ausland, eine Optimierung des touristischen Angebots und den Bekanntheitsgrad sowie das Image des Landes fördern – dies sind die Ziele des „Office national du tourisme“ für 2015 und die Zukunft. Aber auch Nischenthemen, wie der Önotourismus, der Auto/Moto-Tourismus, der Tourismus rund um wichtige Gedenkstätten und Museen hierzulande sowie „30 Jahre Schengen“ sind wichtig.

Aus dem Jahresbericht 2014 geht hervor, dass das ONT mit seinen Aktivitäten überwiegend Gäste aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Belgien und England anlockte. Besucher aus China, Russland, den USA, Japan, und der Türkei sind für Luxemburg ebenfalls von Bedeutung.

Staatssekretärin Francine Closener unterstrich in diesem Zusammenhang, dass der Tourismus in Luxemburg auch für die Wirtschaft einen hohen Stellenwert hat. 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Stand: 2013) im Großherzogtum gehen auf den Tourismussektor zurück. Insgesamt würden damit jährlich 2,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Tourismusbranche schafft außerdem 19 500 Arbeitsplätze, was 8,7 Prozent der Gesamtbeschäftigungszahl entspricht.

 Nach einer ersten Umstrukturierung im Jahr 2012 soll das ONT in Zukunft in ein „Groupement d'intérêt économique“ (GIE) umgewandelt werden. Außerdem soll die Kooperation zwischen den „Office Régional de Tourisme (ORT) optimiert werden.


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