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Den Umweltschutz verbechern
Lokales 2 Min. 29.09.2017 Aus unserem online-Archiv
Öko-Projekt "Wanderbecher"

Den Umweltschutz verbechern

Der Becher ist für drei Euro auf den Wanderungen der FLMP erhältlich.
Öko-Projekt "Wanderbecher"

Den Umweltschutz verbechern

Der Becher ist für drei Euro auf den Wanderungen der FLMP erhältlich.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 Min. 29.09.2017 Aus unserem online-Archiv
Öko-Projekt "Wanderbecher"

Den Umweltschutz verbechern

Es ist ein kleiner Behälter mit großem Potenzial: der neue „Wanderbecher“ der „Fédération Luxembourgeoise de Marche Populaire“.

(clau) - Es ist ein kleiner Behälter mit großem Potenzial: der neue „Wanderbecher“ der „Fédération Luxembourgeoise de Marche Populaire“ (FLMP). Sattgrün in der Farbe erinnert er an das Ziel seiner Mission, nämlich den Plastikabfall zu reduzieren und so für eine umweltfreundlichere Zukunft zu sorgen.

Man kann das Mehrweg-Trinkgefäß für drei Euro auf den Wanderungen der FLMP erwerben – das Geld wird für einen guten Zweck reinvestiert. Der Becher besteht aus einem thermoplastischen Kunststoff, was ihn bruchstabil, mikrowellengeeignet und spülmaschinenfest macht. Um zu verhindern, dass der benutzte Becher beim Transport im Rucksack oder am Gürtel tropft, wird zu jedem Exemplar ein weißer Deckel mitgegeben. Falls der Becher nach langer Benutzungszeit nicht mehr gebrauchstauglich ist, kann der Wanderer ihn an die FLMP zurückgeben, die ihn ihrerseits an die „SuperDrecksKëscht“ (SDK) weiterreicht. Die SDK schickt den Becher dann an den Hersteller in Deutschland zurück, wo er wieder in den Produktionskreislauf der neuen Behälter aufgenommen wird.

Wie wichtig die Initiative ist, zeigen die von der nationalen Wandervereinigung erhobenen Zahlen. In diesem Jahr haben schon rund 60 000 Menschen an den organisierten Wanderungen teilgenommen. Bis Ende des Jahres werden es rund 70 000 sein. Da die Wanderer auf ihren Wegen mehrmals mit Warm- und Kaltgetränken in Einweg-Bechern versorgt werden, beläuft sich die Zahl der gebrauchten Plastikbecher jährlich auf 200 000. Durch die Einführung der Mehrweg-Trinkgefäße wird die Menge an Kunststoffmüll reduziert. Die Wanderer werden zudem zu einem bewussteren Konsum angeregt.

In Richtung "Nachhaltigkeit" unterwegs

Das Pilotprojekt „Wanderbecher“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitsministerium und der SDK. Die Wanderföderation wandte sich im März dieses Jahres mit der Idee an das Ministerium; rund sechs Monate danach wurden die ersten Becher auf dem nationalen Wandertag in Umlauf gebraucht. 

Auch in Zukunft werden die verschiedenen Vereinigungen zusammenarbeiten. So startet die SDK im Frühling nächsten Jahres eine Sensibilisierungskampagne, um die Bevölkerung noch mehr für die Problematik der Plastikverschwendung zu sensibilisieren. Darüber hinaus möchte Romain Buschmann, Präsident der FLMP, 2018 eine „Follow-Up-Wanderung“ organisieren, um den Teilnehmern zu zeigen, für welchen Zweck das Geld, das durch den Becherverkauf zusammenströmte, verfügbar gemacht wurde.

Öko-Gefäß und Bio-Getränk

Nachhaltigkeit soll ökonomisch, ökologisch und sozial sein – so lautet der Anspruch, den sich die Kooperationspartner bei dem Projekt „Wanderbecher“ stellten. Dieses Kriterium soll aber nicht nur die „Verpackung“, also den Becher an sich, betreffen, sondern gilt auch für seinen Inhalt. Aus diesem Grund entstand aus der ursprünglichen Initiative eine weitere Kooperation mit „Fairtrade Lëtzebuerg“, die sich auf die Förderung von Fair-Trade-Mehrweg-Kaffeebechern konzentriert.