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Ob per Taube oder Post
Lokales 2 Min. 22.07.2018

Ob per Taube oder Post

Die Briefwahl als interessante Alternative für all diejenigen, die am eigentlichen Wahltag unpässlich sind.

Ob per Taube oder Post

Die Briefwahl als interessante Alternative für all diejenigen, die am eigentlichen Wahltag unpässlich sind.
Guy Jallay
Lokales 2 Min. 22.07.2018

Ob per Taube oder Post

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Auch in diesem Jahr existiert die Möglichkeit, seine Stimme im Vorfeld der Parlamentswahl per Brief abzugeben. Diese wird von immer mehr Menschen genutzt.

Immer mehr Menschen geben ihre Stimme für die Wahl des nationalen Parlamentes per Brief ab. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass es in diesem Jahr bis zu 50 000 sein werden. Dies stellt eine neue Rekordmarke dar.

Wenn die überwiegende Mehrheit der Wahlberechtigten am 14. Oktober dieses Jahres das Wahllokal betritt, um dort ihre parlamentarischen Vertreter zu bestimmen, befindet sich ein anderer Teil möglicherweise gerade im Urlaub und entflieht somit dem eher trüben luxemburgischen Herbstwetter.

Dass diese Menschen dennoch keine rechtlichen Konsequenzen zu erwarten haben, liegt weniger an der eher laschen staatlichen Kontrolle, sondern vielmehr an der Möglichkeit, per Brief abzustimmen.

Beantragen kann man die Briefwahl ab dem 23. Juli und die Frist endet am 19. September. Dies betrifft allerdings nur im Großherzogtum ansässige Wahlberechtigte. Wenn man im Ausland lebt, beginnt die Frist zwar auch am 23. Juli, sie endet allerdings bereits am 4. September. Eine Neuerung besteht darin, dass man die Beantragung der Briefwahl nicht mehr begründen muss.

Den Antrag kann man über das Internetportal MyGuichet einreichen. Viele Gemeinden bieten auf ihren Internetseiten auch Formulare zum Herunterladen an, die man ausfüllen kann. Wenn man den Antrag aus dem Ausland stellt, muss diesem eine Kopie des Ausweises hinzugefügt werden.

Anschließend überprüft die Gemeinde, ob die Person in der Wählerliste eingetragen ist und lässt ihr die Wahlunterlagen mitsamt Erklärung an die angegebene Adresse zukommen. Wenn der Antragssteller in Luxemburg lebt, geschieht dies spätestens am 14. September, bei im Ausland lebenden Personen stellt der 29. September das letztmögliche Datum dar.

In der Verantwortung des Wählers liegt es, dass der Wahlzettel spätestens am 14. Oktober, also dem Wahltag selbst, um 14 Uhr im zuständigen Wahllokal ankommt.

Zahl der Briefwähler steigt

Auffallend ist, dass in diesem Jahr mit deutlich mehr Briefwählern gerechnet wird, als bei den vorhergegangenen Wahlen. Lag deren Zahl zuletzt bei etwa 30 000, soll sie diesmal 50 000 betragen.

Die genauen Gründe für diese Entwicklung sind nur schwer zu bestimmen. Ein möglicher Erklärungsansatz könnte sein, dass immer mehr Luxemburger ins Ausland ziehen. Sei es wegen der hohen Preise auf dem heimischen Wohnungsmarkt, aus beruflichen oder persönlichen Gründen.

Hier lebende Personen beantragen die Briefwahl möglicherweise, weil sie am Wahltag im Urlaub weilen oder berufliche respektive private Verpflichtungen haben, die den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Eventuell haben sie auch einfach keine Lust, sich zum Wahlbüro zu bewegen.


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