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„O Heiland, reiß die Himmel auf!“
Gerade Jugendliche brauchen Orte der Begegnung, wo das Zuhören gegenseitig gepflegt wird.

„O Heiland, reiß die Himmel auf!“

Foto: Tableau Kim En Joong
Gerade Jugendliche brauchen Orte der Begegnung, wo das Zuhören gegenseitig gepflegt wird.
Lokales 08.12.2018

„O Heiland, reiß die Himmel auf!“

In ihrem Wegweiser zum zweiten Adventssonntag weist Renée Schmit auf den adventlichen Ruf nach Zuhören und dem Einlassen auf einen Veränderungsprozess hin.

Vor einigen Wochen stand in Rom die Weltjugend im Fokus der Medien.

In Begleitung zahlreicher junger Menschen waren die Bischöfe aus allen Teilen der Welt dem Aufruf des Papstes zu einer Jugendsynode gefolgt. Unter ihnen auch Luxemburgs Erzbischof Jean-Claude Hollerich s.j..


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Wegweiser für die Woche - so nennt  sich eine Rubrik auf wort.lu, die wir jedes Wochenende online stellen. Darin finden Sie einen spirituellen Gedanken, einen wertvollen Wegweiser für die Woche.

In brennender Sorge um die Weitergabe des Glaubens hält die Kirche Ausschau nach jungen Kräften und fragt nach kompetenten Begleitern, die ein offenes Ohr und ein großes Herz für die Anliegen junger Menschen haben.

Gerade Jugendliche brauchen Orte der Begegnung, wo das Zuhören gegenseitig gepflegt wird.

Hierzu Papst Franziskus gleich zu Beginn der Bischofssynode: „Eine Kirche, die nicht zuhört, zeigt sich für die Neuheit verschlossen, verschlossen für die Überraschungen Gottes ...“.

„O Heiland, reiß die Himmel auf!“ Ist nicht auch mit diesem adventlichen Ruf die Sehnsucht nach dem Zuhören gemeint?

Herr, schenk uns doch Gehör in unseren Anliegen! Lass uns nicht untergehen in unserem Kleinglauben und den äußeren Feierlichkeiten, sondern mach uns bereit für das innerste Geheimnis.

Hier genügt nicht ein freundliches Kopfnicken, sondern das Einlassen auf einen Veränderungsprozess.

Im Advent gilt es solche Räume des Zuhörens zu finden. Schließlich will Gott ankommen.

Er selbst will kommen und das trotz unseres Kleinglaubens.

Gott will im Leben seiner Kirche ankommen, hier und heute, wo die Begegnung mit der „jungen Myriam“ ohne die „betagte Sara“ gar nicht möglich ist.

* Die Autorin ist bischöfliche Delegierte für Spiritualität und die neuen geistlichen Gemeinschaften sowie Koordinatorin des Erwachsenenkatechumenats.

- Alle "Wegweiser"-Texte finden Sie in unserem Dossier.


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