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Nordstad: Fünf Freunde und eine Fusion
Lokales 26.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Nordstad: Fünf Freunde und eine Fusion

Ob die Gemeinden Bettendorf, Diekirch, Erpeldingen/Sauer, Ettelbrück und Schieren einen Weg zu einer Fusion erkennen, muss sich in den anstehenden Sondierungsgesprächen herausschälen.

Nordstad: Fünf Freunde und eine Fusion

Ob die Gemeinden Bettendorf, Diekirch, Erpeldingen/Sauer, Ettelbrück und Schieren einen Weg zu einer Fusion erkennen, muss sich in den anstehenden Sondierungsgesprächen herausschälen.
Foto: John Lamberty
Lokales 26.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Nordstad: Fünf Freunde und eine Fusion

John LAMBERTY
John LAMBERTY
Mit dem Beschluss, die Basis für eine Fusion auszuloten, hatten die Gemeinden fünf von sechs Nordstad-Gemeinden jüngst ihren Willen bekundet, fortan gemeinsam in die Sonne zu reiten. Vorher gilt es aber, in den Sattel zu kommen.

Die erste Station auf dem Weg zu einer möglichen Fusion wird die fünf Nordstad-Gemeinden Bettendorf, Diekirch, Erpeldingen/Sauer, Ettelbrück und Schieren demnächst erst einmal in die hauptstädtische Rue Beaumont führen.

In einem Brief habe man die neue Innenministerin Taina Bofferding dieser Tage um ein baldiges Gespräch hinsichtlich der Auslotung eines Gemeindezusammenschlusses gebeten, wie die Bettendorfer Bürgermeisterin Pascale Meyers-Hansen dem „Luxemburger Wort“ auf Nachfrage erklärt.

Fahrplan und Timing bleiben noch zu bestimmen

Die aktuelle Vorsitzende des Comité politique Nordstad fungiert derzeit zugleich als aus-erkorene Ansprechpartnerin der fünf fusionswilligen Kommunen, die sich in den zurückliegenden Monaten mit breiten Mehrheiten im Gemeinderat für die Aufnahme entsprechender Sondierungsdebatten ausgesprochen hatten.

Im Austausch mit der Innenministerin wolle man zunächst einmal verschiedene grundlegende Fragen und Optionen zum Ablauf eines Fusionsprozesses sowie zu den erwartbaren Möglichkeiten der Begleitung und der Förderung erörtern. Im Anschluss müsse man sich dann als Gemeinden auf einen Fahrplan samt Timing verständigen, so Pascale Meyers-Hansen.

Ein Schritt nach dem anderen

Nähere Einzelheiten zu den weiteren Schritten gibt es derzeit demnach noch nicht. Festgemeißelt ist bislang lediglich, dass die fünf Schöffenräte mit einem Mandat ihrer Gemeinderatsmitglieder ausgestattet sind, um Fusionssondierungen zu führen.


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Streng genommen hat die Fusionsondierung zwischen fünf von sechs Nordstad-Gemeinden nichts mit dem Landesplanungsgebilde Nordstad zu tun. Dennoch liegt auch dessen Seele auf dem Tisch.

Wer daneben noch in die Gespräche mit eingebunden werden könnte, ist demnach noch ebenso offen wie die Frage, ob man eventuell eine externe, fachliche Unterstützung zur Koordinierung des Prozesses hinzuzieht. Eine Idee, die aber zumindest zur Debatte steht, so Pascale Meyers-Hansen.

Mit dem Beschluss, die Basis für eine eventuelle Fusion ausloten zu wollen, hatten die Gemeinden Erpeldingen/Sauer, Ettelbrück und Schieren im September den Impuls zu ersten, konkreten Gesprächen über einen Gemeindezusammenschluss innerhalb der Nordstad gegeben. Diesem Vorstoß schlossen sich in der Folge dann auch die Partnergemeinden Bettendorf und Diekirch an, lediglich die Gemeinde Colmar-Berg lehnte die Teilnahme an Fusionssondierungen ab.


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